Waldbrand im Lesachtal:

Rotes Kreuz im Großeinsatz

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Lesachtal -

Schwierige Bedingungen erschwerten Löscharbeiten.

Ein großflächiger Waldbrand forderte Ende April 2026 das Rote Kreuz Hermagor im Lesachtal über mehrere Tage hinweg. Starker Wind und die trockene Vegetation erschwerten die Löscharbeiten im schwer zugänglichen Gelände erheblich. Neben mehreren Feuerwehren aus der Region standen auch zahlreiche Kräfte und Spezialfahrzeuge des Roten Kreuzes Hermagor im Einsatz.

Medizinische Versorgung der Einsatzkräfte

Aus Sicht des Roten Kreuzes lag der Schwerpunkt vor allem auf der medizinischen Versorgung und Betreuung der Einsatzkräfte sowie der Unterstützung betroffener Anrainerinnen und Anrainer. Insgesamt wurden mehrere Sanitäterinnen und Sanitäter sowie Einsatzfahrzeuge – darunter zwei Rettungstransportwagen, eine Drohne und ein Quad – in das betroffene Gebiet entsandt.

Das Drohnenteam des Roten Kreuzes beim Briefing bevor es in die Luft ging

Zudem wurden die Schnellen Einsatzgruppen (SEG) Hermagor und Kötschach-Mauthen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.
Vor Ort richtete das Rote Kreuz einen medizinischen Versorgungsplatz ein, um Feuerwehrleute bei Erschöpfung, Kreislaufproblemen oder Verletzungen rasch behandeln zu können.

Gute Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen

„Die hohe körperliche Belastung durch Hitze, Rauch und das steile Gelände war für alle Beteiligten enorm“, erklärte Bezirksrettungskommandant Martin Santner vom Roten Kreuz Hermagor. „Unsere Aufgabe war es, die Sicherheit der Einsatzkräfte medizinisch abzusichern und gleichzeitig die Bevölkerung bei Bedarf zu unterstützen.“
Die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Feuerwehr, Polizei, Bergrettung, Bundesheer und Rotem Kreuz verlief reibungslos. Besonders wichtig sei die gute Koordination aller Organisationen gewesen, da sich der Brand aufgrund der Wetterlage rasch ausbreitete.

Martin Santner Bezirksrettungskommandant: “Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein größerer Waldabschnitt in steilem Gelände in Brand. Aufgrund der schwierigen Topografie sowie der raschen Ausbreitung des Feuers wurde umgehend ein Sanitätsstützpunkt in der Nähe der Einsatzleitung eingerichtet. In laufender Abstimmung mit der Feuerwehr und der Bezirksbehörde konnte eine geordnete Einsatzabwicklung sichergestellt werden. Der Rettungsdienst übernahm mit zehn Sanitätern die medizinische Absicherung aller eingesetzten Kräfte und stand während des gesamten Einsatzes für Notfälle bereit. Trotz der herausfordernden Bedingungen verlief der Einsatz geordnet und ohne schwere Personenschäden. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit.”

Versorgung auch in den Nachtstunden sichergestellt

In den Nachtstunden wurde die sanitätsdienstliche Versorgung zusätzlich durch die First Responder des Lesachtales sichergestellt.