Bestellung Ehrenbrandtners - Team Kärnten/Köfer: 

Position der Tourismuswirtschaft in der Kärnten Werbung muss gestärkt werden

Kärnten -

Team Kärnten-Chef Bürgermeister Gerhard Köfer dankt dem scheidenden Kärnten Werbung-Chef Christian Kresse für seinen bisherigen Einsatz und wünscht gleichzeitig dem heute bestimmten Nachfolger Klaus Ehrenbrandtner alles erdenklich Gute.


„Die vergangenen Tage und Wochen haben einmal mehr gezeigt, welch tiefe Gräben im Kärntner Tourismus vorhanden sind. Das spiegelte sich auch heute in der Kampfabstimmung, die Ehrenbrandtner als Sieger hervorbrachte, wider. Vordringlichste Aufgabe des neuen Kärnten Werbung-Geschäftsführers wird es jetzt sein, abgebrochene Brücken wieder aufzubauen und die gesamte Tourismuswirtschaft und ihre maßgeblichen Player zu einen. Dafür wird ein Kraftakt von Nöten sein. Wichtig ist, dass auch wieder Ruhe einkehrt“, so Köfer.

Der aktuelle Konflikt dürfe auch nicht die Sicht auf die großen Probleme des Tourismus in Kärnten verdecken, so Köfer: „Vom Arbeitskräftemangel bis hin zur Qualität. Ehrenbrandtner erbt eine Vielzahl an großen Herausforderungen und Baustellen.“

Massive parteipolitische Aspekte

Aus der Sicht Köfers habe der heutige Tag zudem gezeigt, dass der (partei-)politische Einfluss auf den Tourismus und die Kärnten Werbung massiv zurückgedrängt werden muss: „Die Unternehmer müssen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten und Einfluss bekommen. Es kann nicht sein, dass die Sozialpartner und die Beteiligungsverwaltung solche wichtigen Entscheidungen allein treffen können. Auch über eine Privatisierung der Kärnten Werbung muss ergebnisoffen diskutiert werden.“ Köfer sieht in der heutigen Entscheidung auch massive parteipolitische Aspekte: „Wie tief die ÖVP nicht nur in dieser Sachfrage gespalten ist, zeigt die Festlegung der VP-dominierten Wirtschaftskammer auf Kresse auf der einen Seite und jene des ÖVP-nahen KBV-Vorstandes auf der anderen Seite. Dass der WKK-Vertreter sogar von Drüberfahren spricht, lässt sehr tief blicken.“ Die heutigen Äußerungen des SP-Klubobmannes seien laut Köfer auch ein Indiz dafür, dass sich die Koalition nicht nur in der Causa Flughafen völlig uneinig zeigt.