Greta, der Waldrapp

Waldrapp machte wieder Zwischenstopp

Tressdorf - Einen Waldrapp sieht man nicht alle Tage. Wie schon im Vorjahr machte einer dieser seltenen Vogelarten am 7. April  einen Zwischenstopp und zwar zwischen Kirchbach und Treßdorf.

Außergwöhnlicher Besuch in Gebiet von Treßdorf/Kirchbach: ein Waldrapp

Nach Pinocchio im Vorjahr war es heuer Greta, ein 8-jähriger Waldrapp mit der Ringnummer 016. „Greta ist gerade auf Frühjahrsmigration in sein Brutgebiet Kuchl (Salzburg) und machte im Gailtal halt. Um ihn nicht am Weiterzug zu hindern, sollte man auf Distanz bleiben“, so Daniela Trobe vom Waldrappteam.

Seltenster Vogel der Welt

Seit bald 20 Jahren lässt der österreichische Biologe Johannes Fritz (Gründer des Waldrappteam und Leiter des Life+Projekts „Reason for Hope)  mit einem Team von Experten und Vogelfreunden nichts unversucht, den Waldrapp nach 400 Jahren, in denen er vom Nordrand der Alpen verschwunden war, wieder heimisch zu machen. Mit ihren geheimnisvoll schillernden Federn und dem irokesenhaften Kopfschmuck sehen die Vögel aus, als seien sie direkt einem Märchen von Cornelia Funke entsprungen. Sie lebten ursprünglich an Felsvorsprüngen und später auch an Burgen und Schlössern als Kulturfolger, wie es auch die Weißstörche sind.
„Greta“ war nicht scheu und ließ die Fotografen sehr nahe ran
Das Life+Projekts „Reason for Hope” will Waldrappen wieder heimisch zu machen. Sie sind mit einem Sender ausgestattet.