Der Lehre ein Gesicht geben

Hermagor -

Der Verein ZHIG hat es sich gemeinsam mit dem Gailtal Journal zur Aufgabe gemacht, Einblick in regionale Lehrbetriebe zu geben. Im März schauen wir hinter die Kulissen der Firma Wiedenig Haustechnik GmbH und haben Lehrling Bernhard Kilzer gefragt, warum er sich für die Lehre zum Installations- und Gebäudetechniker entschieden hat.

Heizkörper montieren? Kein Problem für Bernhard Kilzer

Bernhard Kilzer (19) hat sich nach Abschluss der 3-jährigen HLW für die Lehre bei Wiedenig Haustechnik entschieden. Es handelt sich um eine Doppellehre, die Gas- und Sanitärtechnik sowie Heizungstechnik umfasst und vier Jahre dauert. Die Berufsschule besucht Bernhard einmal im Jahr in Spittal geblockt für zwei Monate. Der junge Mann aus Paßriach ist Quereinsteiger in jeder Hinsicht, sein Papa arbeitete als Maurer, die Mama im Tourismus. Da zeichnet sich der Weg zum Installations- und Gebäudetechniker nicht offensichtlich ab.

Warum fiel Ihre Entscheidung genau auf diese Lehre?

Den Anstoß hat mein Opa gegeben, er hat mir zu einer Lehre in einem gut etablierten, regionalen Betrieb geraten. Als ich dann via HLW ein Praktikum bei der Firma Wiedenig Haustechnik machen durfte, war meine Entscheidung schnell getroffen.

Welche Fähigkeiten konnten Sie sich bereits aneignen?

Inzwischen kann ich Heizkörper, Waschbecken, WCs selbständig montieren und natürlich auch diverse Leitungen verlegen. Ein wichtiger Teil ist auch die Materiallehre, welche man beim Lagerdienst in unserem gut ausgestatteten Lager vertiefen kann. Gerne greife ich bei Notfällen auch unseren Servicemonteuren unter die Arme, denn Teamwork wird bei uns groß geschrieben. Ein bisschen handwerkliches Geschick, Interesse, Geduld und selbständiges Arbeiten sollte man schon mitbringen. Es ist aber immer ein Monteur an meiner Seite, der mir neue Tätigkeiten beibringt und den ich alles fragen kann.

Wie würden Sie Ihren Arbeitsalltag beschreiben?

Wir starten vor 7 Uhr, morgens werden alle Teams eingeteilt, dann entscheidet sich, mit wem ich unterwegs zur Baustelle bin und wer mir dort meine Aufgaben überträgt. Die Materialien müssen in die Fahrzeuge geräumt werden. Ist eine Baustelle abgeschlossen, werde ich der nächsten zugeteilt, meist ist man aber ein paar Tage auf einer Baustelle beschäftigt.

Wie sehen Sie Ihre Zukunft in ein paar Jahren?

Mein nächstes, großes Ziel ist die Lehrabschlussprüfung, für die Zeit danach habe ich viele Ideen, vielleicht mache ich nach der Lehre auch die Matura, zur Lehre mit Matura konnte ich mich aber nicht entschließen. Auf jeden Fall würde ich gerne im Betrieb weiterarbeiten, in der Region bleiben.

Franz Wiedenig: “Die Ausbildung der jungen Leute nimmt in meinem Betrieb einen hohen Stellenwert ein, sie sind die Zukunft! Denn der Lehrling von heute ist die bestens, weil selbst ausgebildete Fachkraft von morgen. Und um den Burschen und Mädchen auf ihrem Karriereweg gutes Rüstzeug mitzugeben, bieten wir ihnen direkt im Betrieb die Möglichkeit, an Lehrlingswettbewerben teilzunehmen und zu trainieren. Florian Zimmermann, Meister und Lehrlingsausbildner, hilft ihnen dabei. Wir können stolz auf die jungen Leute sein, ihnen stehen viele Karrierewege offen und die Region braucht sie”.

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