Hören ist Kommunikation

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Zwanzig Prozent aller Europäer im Erwachsenenalter und vor allem 36 Prozent aller über 55-Jährigen leiden unter Hörverlust von ca. 30 Dezibel. Das bedeutet eine starke Einschränkung der Kommunikation.


Interessant ist, dass viele Menschen das als unabwendbares Schicksal akzeptieren, obwohl mit einem Hörgerät ein Riesenstück Lebensqualität zurückgewonnen werden könnte. 
Ein Hörgerät zu akzeptieren fällt den Betroffenen oft schwer. Der Hauptgrund für die geringe Akzeptanz von Hörhilfen wird in einer mangelnden Aufklärung über Kosten und Nutzen der Hörgeräte gesehen.

Unterschiedliche Kostenerstattung in EU-Ländern

Viele Schwerhörige kennen sich technisch zuwenig aus und haben daher wenig Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Geräte. Auch sind Hörapparate mit dem Stigma „alt und hinfällig“ belastet. Die Kosten für die Hörgeräteversorgung werden in EU-Ländern sehr unterschiedlich erstattet, oft ist die Haltung auch restriktiv. In Einzelfällen trägt die Sozialversicherung die Kosten überhaupt nicht, in anderen Ländern werden sie voll finanziert. Auch die Rechtsvorschriften für die Verschreibung, die Zuständigkeit oder optimale Anpassung sind nicht einheitlich geregelt.

Das soll sich ändern!

Die Europäische Union hat dazu eine Verordnung erlassen, dank der sich die Mitgliedsländer langsam, aber stetig in puncto Kostenersatz angleichen werden. Auch werden die Hörgeräte immer leistungsfähiger, kleiner und damit unauffälliger. Die Branche hofft, dass Betroffene durch all das motiviert sind, früher ihren Hausarzt, einen HNO-Spezialisten oder Hörgeräteakustiker aufzusuchen als noch vor einigen Jahren, um mit Hörgeräten ihre Lebensqualität zu verbessern.