
Kärnten und Slowenien rücken zusammen
Die Kärntner Unternehmerinnen nutzten die Reise gezielt, um neue Businesskontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke auszubauen. Eine davon war Andrea Tillinger, Geschäftsführerin vom New Energy Medical Center in Klagenfurt: „Die slowenischen Gesprächspartner sind sehr offen und interessiert an einer Zusammenarbeit. Viele Themen werden wir nach der Reise gemeinsam noch weiter vertiefen. Für mich war diese Reise eine wertvolle Gelegenheit, neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen.“
Alpe-Adria-Botschafterinnen von Frau in der Wirtschaft
Für die beiden Alpe-Adria-Botschafterinnen von Frau in der Wirtschaft, Monica Cardinali und Irena Novinšek, sind Betriebsbesuche in Slowenien und Italien wichtig, um neue Perspektiven zu bekommen. „Es gibt vieles, was uns verbindet, etwa kreativen Ideen und unternehmerisches Denken. Aber weder in Slowenien noch in Italien gibt es so ein umfassendes Serviceangebote für Unternehmerinnen wie in Österreich. Das ist einzigartig“, sagt Novinšek. Was sie vom Mindset der slowenischen Kolleginnen mitnimmt: „Auch wenn es manchmal schwer ist, durchhalten und nicht gleich aufgeben.“
Honig als Medizin: Sloweniens Imkergeschichte
Erster Programmpunkt war das Beejoy Coffee in Lesce, wo die Inhaberin Blaženka Jakopič Einblicke in die traditionsreiche slowenische Imkerkultur und moderne Apitherapie gab. „Slowenien ist ein Land mit außergewöhnlicher Honigvielfalt: Lindenblüten-, Kastanien-, Akazien-, Fichten- und Tannenhonig. Jeder mit eigener Wirkung und eigenem Charakter“, bestätigt auch Marijan. Besonders beeindruckte der seltene Efeuhonig, der bereits nach drei Tagen kristallisiert und in der Volkskunde als Lungenheilmittel gilt. Im ersten Stock des kleine Bienenzentrums führt Jungunternehmerin Ana Košiv das Café und sorgte für das leibliche Wohl.

Ein Blick hinter die Kulissen
Süßes, Heilkräuter und innovative Tourismuskonzepte standen beim Besuch der Kärntner Unternehmerinnen in Radovljica im Mittelpunkt. In der historischen Altstadt präsentierte Anika Plešec das größte private Apotheken- und Alchemiemuseum Sloweniens. Das Museum verbindet historische Pharmazie mit modernen, interaktiven Vermittlungskonzepten und begeistert damit Gäste aus dem In- und Ausland. Einen weiteren Einblick in erfolgreiches Unternehmertum bot Nataša Mikelj mit ihrer Schokoladenmanufaktur „Radolška Čokolada“. Sie kombiniert regionale Zutaten mit hochwertiger Handwerkskunst und machte Radovljica mit dem von ihr gegründeten Schokoladenfestival weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.


Genuss, Nachhaltigkeit und Tourismus
Im mehrfach ausgezeichneten Restaurant Hiša Linhart nutzten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit zum Networking. Chefkoch Uroš Štefelin zählt zu den renommiertesten Köchen Sloweniens und wurde mehrfach mit dem Grünen Michelin-Stern für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Zum Abschluss führte die Reise an den Bleder See. Im Hotel Rikli Balance, das zur Sava Gruppe – dem größten Tourismusunternehmen Sloweniens – gehört, erhielten die Unternehmerinnen von Luka Stepančič, Direktor von Sava Hotels Bled, Einblicke in die touristische Entwicklung der Region sowie in nachhaltige Wellness- und Gesundheitskonzepte. Dabei wurde auch die traditionsreiche Verbindung zu Arnold Rikli thematisiert, der bereits im 19. Jahrhundert den Gesundheitstourismus in Bled prägte.


Länderübergreifende Vernetzung
„Gerade in einer Grenzregion wie Kärnten zeigt sich, wie wichtig persönlicher Austausch und Networking für Unternehmerinnen sind. Solche Begegnungen schaffen neue Kontakte, eröffnen wirtschaftliche Chancen und stärken die Zusammenarbeit im gesamten Alpe-Adria-Raum nachhaltig“, betont WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Astrid Legner abschließend.









































