Eurosuper etwas teurer, aber weiterhin unter Dieselpreis
Anders entwickelte sich der Preis für Eurosuper: Dieser lag im Mai in Kärnten bei einem Median von 1,801 Euro pro Liter und damit um acht Cent über dem Aprilwert. Dennoch blieb Eurosuper weiterhin günstiger als Diesel. Im Vergleich zum Höchststand Ende März waren beide Kraftstoffarten zuletzt deutlich billiger. Auch im Monatsverlauf zeigten sich in Kärnten sinkende Preise. So lag der Median-Preis für Eurosuper am 31. Mai um rund sieben Cent unter dem Wert vom 1. Mai. Diesel verbilligte sich im selben Zeitraum sogar um etwa 18 Cent. Zum 1. Juni stiegen die Preise zwar wieder leicht an, lagen aber weiterhin unter dem Durchschnitt des Mai.
Sparen beim Fahren
„Eine deutlich größere Wirkung als die Spritpreisbremse hat auf die Spritkosten eine Spritverbrauchsbremse. Eine Reduktion des Verbrauchs um 20 Prozent wirkt so, als würde ein Liter Diesel statt 1,92 Euro nur 1,54 Euro kosten oder ein Liter Eurosuper statt 1,80 Euro nur 1,44 Euro“, verdeutlicht VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Erreichbar ist das mit einem spritsparenden Fahrstil: Langsamer fahren, beispielsweise Tempo 110 oder 100 statt 130 auf der Autobahn, vorausschauend fahren, um den Fuß frühzeitig vom Gas zu nehmen und die Motorbremse einsetzen zu können, rasch in den höheren Gang schalten, um niedertourig zu fahren, auf den richtigen Reifendruck achten und Spritfresser, wie eine zu kalt eingestellte Klimaanlage oder eine Dachbox, vermeiden. Eine noch stärkere Reduktion der Spritkosten kann mit Fahrgemeinschaften und bei kürzeren Distanzen durch den Umstieg auf das Fahrrad erreicht werden, erinnert der VCÖ.
VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen der Politik
Der VCÖ sieht aber vor allem auch die Politik gefordert, verstärkte Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs umzusetzen. Die Straße von Hormus ist noch immer gesperrt, eine Öffnung weiterhin nicht absehbar. „Eine Verringerung des Spritverbrauchs ist ein Gebot der Stunde. Je früher wir mit dem Sparen beginnen, umso besser für die Versorgungssicherheit und für die Geldbörse. Bei knappem Angebot kann mit einer Verringerung der Nachfrage ein Preisanstieg abgefedert werden“, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Die Reduktion der Erdölabhängigkeit des Verkehrs macht Österreich unabhängiger von extremen Preisanstiegen am Rohölmarkt.









































