Laborergebnisse bringen Klarheit
In den vergangenen Wochen sorgte ein Vorfall im Bereich von St. Lorenzen im Lesachtal für großes Aufsehen: Sechs Gänsegeier wurden dort tot aufgefunden, ein weiteres Tier konnte rechtzeitig gerettet und in der Auffang- und Pflegestation auf der Burg Landskron wieder aufgepäppelt werden. Bereits die ersten Untersuchungen der verendeten Vögel ließen Experten eine mögliche Vergiftung vermuten. Nun liegen die endgültigen Ergebnisse der toxikologischen Analysen vor – und sie bringen die traurige Gewissheit: Die Tiere wurden tatsächlich vergiftet.
Illegales Nervengift nachgewiesen
Wie die Organisation BirdLife bekannt gab, wurden bei umfassenden Untersuchungen an der Veterinärmedizinische Universität Wien sowie der Ludwig-Maximilians-Universität München Rückstände des Pestizids Carbofuran nachgewiesen. Gegenüber dem ORF erklärte BirdLife, dass daher von einem „gezielten Giftanschlag“ auf die Tiere ausgegangen werden müsse. Bei dem Pestizid Carbofuran handelt es sich um ein starkes Nervengift, das in der EU seit längerem verboten ist und bereits in kleinsten Dosierungen für Mensch und Tier tödlich wirken kann.
Etwas beobachtet?
Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland hat im Zusammenhang mit dem Fall eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt. Hinweise können bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 sowie per E-Mail an whistleblower@peta.de – auch anonym – gemeldet werden.









































