Sieben Wolfsentnahmen im ersten Quartal 2026

Kärnten -

Wie angekündigt veröffentlicht das Jagdreferat des Landes Kärnten seit 2026 quartalsweise die aktuellen Zahlen und Daten zum Wolfsgeschehen. Im Zeitraum 1.1.2026 bis 31.3.2026 wurden demnach sieben als Risikowölfe eingestufte Wolfsindividuen entnommen:

Risikowölfe wurden in den Bezirken Villach-Land, Spittal und Hermagor entnommen

Vier Wolfsabschüsse im Bezirk Hermagor

Vier im Bezirk Hermagor, zwei im Bezirk Spittal, einer im Bezirk Villach-Land. Jedem Einzelfall sind dabei mehrere Vergrämungsschritte vorausgegangen. Insgesamt 84 Vergrämungen wurden im gleichen Zeitraum beim Land Kärnten gemeldet und dokumentiert. Diesen stehen 20 Entnahmemöglichkeiten gegenüber. „Man erkennt an diesen Zahlen sehr deutlich, wie dynamisch das Wolfsgeschehen in Kärnten auch abseits der Almsaison ist. Die rechtlichen Möglichkeiten, die wir zum raschen Einschreiten geschaffen haben, haben sich somit auch in diesem Winter bewährt“, betont Jagdreferent LHStv. Martin Gruber. „Die Kärntner Jäger gehen sehr verantwortungsbewusst mit dieser Situation um. Es geht um den Schutz von Mensch und Tier und ein klares Vorgehen im Ernstfall“, so Gruber. Bei jeder der sieben bisherigen Wolfsentnahmen wurde die Einhaltung der Kärntner Risikowolfsverordnung genauestens überprüft.

DNA-Proben liefern wichtige Infos

Sachverständige nehmen auch bei jeder Begutachtung DNA-Proben, um weitere Monitoringdaten zu gewinnen. Die in Kärnten gesammelten Daten fließen in den jährlichen „Statusbericht Wolf“ des Österreichzentrums Bär, Wolf und Luchs ein. „Es ist wichtig, das Wolfsgeschehen umfassend darzustellen und Zusammenhänge aufzuzeigen. Unsere Daten tragen jedenfalls dazu bei und zeigen, dass der Kärntner Weg in der Wolfsfrage richtig ist“, so der Landeshauptmannstellvertreter. Der Quartalsbericht wird auf der Homepage des Landes veröffentlicht.