Digitaler Helfer
„Mit den Bezirkshauptmannschaften haben die Bürgerinnen und Bürger den intensivsten Kontakt, daher ist es uns sehr wichtig, moderne Amtswege zu schaffen, ganz nach dem Motto „Nicht weniger Mensch, sondern mehr Zeit“. Auch die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger haben sich verändert, dem wollten wir gerecht werden mit der Nutzung von modernen Softwarelösungen“, so Fellner. Der Sprachbot erteilt automatisiert Auskünfte zu Anfragen zu Verkehrsstrafen, oder klärt bei Fragestellung auf, wie „Was passiert, wenn ich nicht bezahle?“ Der digitale und KI- gestützte Helfer versteht natürliche Sprache und Dialekte, ist mehrsprachig und leitet bei komplexeren Anliegen direkt an die zuständige Stelle weiter.

Entscheidungen bleiben Handarbeit
Besonders wichtig war LH Fellner zu betonen, dass der Sprachbot keine Entscheidungen trifft, sondern vielmehr unterstützt: „Sobald eine komplexe, individuelle, rechtliche Beurteilung erforderlich ist, übernehmen selbstverständlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. KI übernimmt ausschließlich routinierte Arbeiten, die eigentliche Verantwortung bleibt immer beim Menschen.“
Weiterentwicklung der Verwaltung
Bezirkshauptmann Heinz Pansi gab Einblicke in bereits umgesetzte Innovationen im Bereich der Verkehrsstrafen an der BH Hermagor und stellte den Sprachbot im bisherigen Testlauf vor. Dabei betonte er, dass zahlreiche Entwicklungen der vergangenen Jahre bereits von anderen Bundesländern übernommen wurden. Zu den umgesetzten Maßnahmen zählen unter anderem dynamische QR-Codes bei VSTV-Formularen, die mehrsprachige Online-Beantwortung von Lenkererhebungen sowie die nun vorgestellte Nutzung des Sprachbots für das Servicecenter für Anonymverfügungen, über das jährlich rund 17 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Der Testbetrieb habe gezeigt, dass auch der Hersteller von den praktischen Erfahrungen der BH Hermagor profitiere. Laut Pansi müsse die Künstliche Intelligenz jedoch laufend weiterentwickelt und trainiert werden.










































