Viele Haushalte setzen auf Kachelöfen, Kaminöfen oder Holzherde als zuverlässige und nachhaltige Wärmequelle. Doch nicht jedes Brennholz ist automatisch von guter Qualität, und auch beim Heizen selbst gibt es einiges zu beachten. Hafnermeister Diethelm Wendling kennt die wichtigsten Tipps. Der traditionsreiche Familienbetrieb wird bereits in vierter Generation geführt und steht seit 80 Jahren für hochwertiges Hafnerhandwerk. Als Landesinnungsmeister der Kärntner Hafner, Platten- und Fliesenleger sowie Keramiker weiß Wendling, worauf es bei gutem Brennholz und effizientem Heizen ankommt.
Gailtal Journal: Herr Wendling, worauf kommt es beim Heizen mit Holz grundsätzlich an?
Diethelm Wendling: Das Wichtigste ist trockenes, hochwertiges Brennholz. Nur trockenes Holz erreicht seine volle Heizleistung, verbrennt sauber und verursacht weniger Rauch und Schadstoffe. Gleichzeitig werden Ofen und Rauchfang geschont. Wer richtig heizt, spart Brennstoff und hat länger Freude an seiner Feuerstätte.
Wann sollte man Brennholz kaufen und wie lagert man es richtig?
Idealerweise besorgt man Brennholz bereits im Frühjahr oder in den Sommermonaten. So bleibt genügend Zeit zum Nachtrocknen. Das Holz sollte luftig und regengeschützt gelagert werden, mit Abstand zum Boden und möglichst offen an den Seiten. Komplett mit einer Plane einzuwickeln ist keine gute Idee, weil sich darunter Feuchtigkeit stauen kann. Entscheidend ist, dass das Holz vor dem Verbrennen einen Feuchtigkeitsgehalt von unter 20 Prozent aufweist.
Welche Fehler werden beim Heizen am häufigsten gemacht?
Viele drosseln die Luftzufuhr zu stark, damit das Holz möglichst lange glimmt. Das ist aber genau der falsche Weg. Moderne Öfen arbeiten am effizientesten mit einer sauberen, heißen Verbrennung. Empfehlenswert ist außerdem das Anheizen von oben. Dadurch entstehen weniger Rauch und Schadstoffe. Und selbstverständlich gehören behandeltes Holz, Spanplatten oder andere Abfälle niemals in den Ofen.









































