Gebrochene Dämme werden derzeit geschlossen

Waidegg - Durch die Wetterprognosen, die immer wieder einsetzenden Regenfälle und den aufgeweichten Boden bedingt, kommt es immer wieder in unterschiedlichen Regionen Kärntens zu Problemen. Der Krisenstab des Landes tagte heute, Freitag, am Vormittag unter der Leitung von Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner, um das weitere Vorgehen abzustimmen, die momentan größten Probleme zu erörtert und Hilfestellung zu geben.

Die gebrochenen Dämme in Waidegg im Gailtal werden derzeit mit Hilfe des Bundesheeres unter dem Einsatz von Hubschraubern geschlossen. Die Rückführung der Gail in ihr ursprüngliches Bett ist derzeit im Gange, wird jedoch erst Anfang kommender Woche abgeschlossen werden können. „Die Dämme werden jetzt so rasch wie möglich geschlossen, sodass die Flüsse zurück in ihre Betten kommen. Die gesetzten Sofortmaßnahmen halten mittelgroßen Hochwassern jedenfalls stand, die komplette Wiederherstellung der Dämme wird je nach Witterung erst im Frühjahr gesetzt werden können“, erklärt Sereinig. In Latschach (Hermagor) und Vordernberg (Mölltal) werden die Orte hinter den Ringdämmen bei den anhaltenden Regenfällen mittels Pumpen geschützt.
Dammarbeiten in Waidegg
Mit Panzerigel und Sandsäcke wird der Damm notdürftig abgedichtet.
(c) Bundesheer Christian Debelek
(c) Bundesheer Christian Debelek
Der Kommandant der Pioniere Villach Oberst Volkmar Ertl, Oberst Erhard Eder sowie Hauptmann Ottacher-Kaiser beim Lokalaugenschein in Waidegg.
Im Bezirk Hermagor ist die B111 unverändert gesperrt. Wenn es das Wetter zulässt, sind speziell im Lesachtal und Gailtal Hubschrauber des Bundesheeres zur Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort. Im Bezirk Spittal ist die Lage momentan entspannter, die Zivilschutzwarnung in Mörtschach wurde wieder aufgehoben.

200 Haushalte noch immer ohne Strom

Laut Kelag sind derzeit rund 200 Häuser in ganz Kärnten verstreut ohne Strom, der Hotspot befindet sich im Lesachtal, wo derzeit versucht wird, mit Notstromaggregaten Abhilfe zu schaffen. Die Versorgung aller Haushalte mit Strom bzw. die Wiederherstellung des Netzes hat momentan bei der Kelag oberste Priorität. Es sind 200 Monteure im Einsatz.