Beim HQ100-Hochwasser im Oktober 2018 kam es auf Grund von Dammüberströmungen und innerer Errosion zu einem Dammbruch, der durch die Waidegger Gailbrücke mitbeeinflusst wurde und katastrophale Auswirkungen insbesondere auf die Ortschaft Rattendorf hatte. Darüber hinaus entsprach die alte Brücke mit fünf Feldern bzw. vier Pfeilern nicht mehr dem Stand der Technik. Die vergleichsweise schmalen Brückenfelder stellten einen wesentlichen Risikofaktor für Verklausungen dar und führten im Zuge des Hochwasserereignisses zu einem verstärkten Uferangriff. Das Schadensrisiko durch Brückenpfeiler im Flussraum wird durch den Neubau der Waidegger Gailbrücke beseitigt. Nach der Fertigstellung geht die neue Brücke in das Eigentum der Marktgemeinde Kirchbach über, welche auch die Erhaltung übernimmt.


Technische Daten
Stahl-Stabbogenbrücke der Brückenklasse I mit einer statischen Stützweite von 47,75 m. Lichte Breite zwischen den Randleisten: 4,50 m. Stahlbeton-Fahrbahnplatte der Qualität C30/37/B5 mit einer Stärke von 24 cm. Tragfähigkeit: 60 Tonnen.
Gründung: Je Widerlager acht Verdrängungspfähle aus duktilem Gusseisen mit einer Länge von ca. 20 m. Fahrbahnaufbau auf der Fahrbahnplatte, von unten nach oben: 1 cm Abdichtung, 7 cm Tragschicht, 4 cm Deckschicht.
Investition
Die Gesamtinvestition für den Brückenneubau beträgt 1,3 Mio. Euro. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (zu 83 %) sowie von den Gailinteressenten (zu 17 %) finanziert (Gailfinanzierungsschlüssel). Die Bauvorbereitung und Bauabwicklung erfolgen durch die Abteilung 3, Unterabteilung Wasserwirtschaft Hermagor. Die offizielle Eröffnung ist für September 2026 geplant.

Ausführende Firmen
Als Generalunternehmer wurde die Seiwald Bau GmbH aus Kötschach-Mauthen mit der Ausführung des Brückenneubaus beauftragt. Beim Neubau der Brücke Waidegg war das Ingenieurbüro DI Dr. Stranner ZT GmbH für die statisch-konstruktive Tragwerksplanung verantwortlich und übernahm zudem die Erstellung von Gutachten sowie Prüfaufträge, Prüfingenieurtätigkeiten und die örtliche Bauaufsicht. Das Ingenieurbüro Tschernutter aus Villach führte die geotechnischen Erkundungen und Bemessungsgrundlagen zur Brückenfundierung durch.








































