Engpässe bei Augenärzten: FPÖ-Staudacher warnt vor Folgen für junge Familien

Kärnten -

„Fehlende Kassenärzte, Ausdünnung des ländlichen Raums, lange Wartezeiten, Aufnahmestopp für neue Patienten: Die Hiobsbotschaften aus dem Gesundheitssystem mehren sich. Aktuellen Berichten zufolge trifft es vor allem in der Augenheilkunde nun Kleinkinder, die aufgrund von Engpässen bei Kassenärzten als Neupatienten abgelehnt werden”, informiert die FPÖ in einer Aussendung.

FPÖ-Staudacher: „Massive Mängel im Kärntner Gesundheitssystem gefährden Versorgung der Kärntner Bevölkerung – Kleinkinder und damit junge Familien werden im Stich gelassen"

„Besonders brisant: Eine Augenuntersuchung beim Facharzt ist im Mutter-Kind-Pass verpflichtend vorgesehen. Dass Kleinkinder diese vielleicht überhaupt nicht bei sich durchführen lassen können, kann für die Familie sogar finanzielle Nachteile bringen, weil der Verlust eines Teils des Kinderbetreuungsgeldes droht”, warnt FPÖ-Gesundheitssprecher Christoph Staudacher

FPÖ-Gesundheitssprecher Christoph Staudacher:

„Für diese schlimmen Zustände im Gesundheitssystem tragen SPÖ und ÖVP die volle Verantwortung. Dass deren verantwortungslose Politik nun auch zu Lasten der Jüngsten in unserer Gesellschaft geht, ist aufs Schärfste zu verurteilen. Es darf nicht sein, dass Familien zur Erfüllung vorgeschriebener Untersuchungen auf Wahlärzte umsteigen müssen, weil es nicht genug Kapazitäten in den Kassenordinationen gibt. Verschärfend kommt dazu, dass Jungfamilien durch eine Kürzung des Kinderbetreuungsgeldes sogar finanzielle Nachteile entstehen könnten – weil die verpflichtende Untersuchung gar nicht durchgeführt werden kann. Diese Entwicklung ist eine (weitere) Bankrotterklärung für die rot-schwarze Landesregierung.“

„Die aktuelle Situation bestätigt unsere Kritik am Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG), der tatsächlich zu keiner Verbesserung der Gesundheitsversorgung führt. Allein schon deshalb, weil es viel zu wenige Kassenärzte gibt. Dem Ärztemangel hätte man schon vor vielen Jahren entgegenwirken müssen. Die FPÖ hat bereits 2013 vorausschauend eine eigene Medizin-Uni in Kärnten fertig verhandelt, aber SPÖ und ÖVP haben dieses Projekt zerschlagen, weil es ein freiheitliches Projekt war. Diese Fehlentscheidung holt die Landesregierung jetzt ein und rächt sich auf Kosten der Patienten. Für uns als FPÖ ist klar: Die verlässliche und umfassende Gesundheitsversorgung der Kärntner Bevölkerung muss oberste Priorität haben und darf in keiner Altersklasse zum Luxus werden!“