Ehrung
Zum plangemäß regulären Obmann-Wechsel waren Kärntens WK-Präsident Jürgen Mandl und Vizepräsidentin Komm.Rat Astrid Legner gerne in die Wulfeniastadt gekommen, um dem scheidenden Obmann Komm.Rat Johannes Kandolf als Anerkennung und Dank für sein 15 Jahre langes engagiertes Wirken eine entsprechende Urkunde einschließlich Großer Ehrenmedaille im feierlichen Rahmen zu überreichen. Mandl seinerseits erinnerte und dankte Kandolf für seinen stets engagierten und unbürokratischen Einsatz, wenn es um aktuelle Problemstellungen im Laufe der letzten 15 Jahre ging. „Dein immer offenes Ansprechen anstehender Herausforderungen sowie deine ehrlichen Bemühungen zum Erreichen der Zielsetzungen, über alle politischen oder demograhischen Troubles hinweg, hat dir innerhalb der Wirtschaftstreibenden des Bezirkes berechtigt Lob und Anerkennung eingebracht. Dir und deiner Familie herzlichen Dank dafür!“

In bekannt launigen Worten blickte Hannes Kandolf auch seinerseits auf interessante und bleibende Erinnerungen zurück. „Ich habe versucht, mit allen Unternehmern im Tal, genau so wie mit allen Behörden und mit der Exekutive immer offen und unverzüglich über anstehende Problemstellungen zu reden und ihnen auch ehrlich zuzuhören. Nur so war es vielfach möglich, gemeinsam einvernehmliche Lösungen für alle Beteiligten zu erarbeiten.“ Dankesworte richtete Kandolf auch an seinen anwesenden Vorgänger Komm.Rat Otmar Zankl. „Von Otmar habe ich viel gelernt.“ Ebenso streute er Rosen an seinen Nachfolger Hanns Stattmann, mit dessen Vater Kandolf einst auch schon eine sehr konstruktive Zusammenarbeit pflegte. „Stattmann habe ich gerne und mit gutem Gewissen als meinen Nachfolger vorgeschlagen, er hat das Zeug dazu. Aber auch mit dem neuen Bezirksstellenleiter Christian Wastian haben wir eine Top-Besetzung, davon bin ich überzeugt. Ganz speziell möchte ich mich bei unserer Mitarbeiterin Birgit Gratzer bedanken, die für uns mit ihrem Fachwissen und ihrer Loyalität seit vielen Jahren eine wertvolle Stütze der Bezirksstelle ist.“

Neuer Obmann
In seiner Antritts-Rede definierte Obmann Hanns Stattmann, der ja innerhalb der Wirtschaftskammer als bereits langjähriger Landes-Gremialobmann für Mode- und Freizeitartikel bereits umfassende Erfahrung hat, seine klaren Ziele. „Wir wollen weiterhin nicht nur Verwalter, sondern vor allem Gestalter sein. Unsere Bemühungen enden nicht an den Bezirksgrenzen, sondern sollen durch vorhandene gute grenzüberschreitende Kontakte nachbarschaftlich passend hinausgetragen werden. Gemeinsam schaffen wir viel.“ Obmann Stattmann präsentierte beim Wirtschaftsempfang auch den aktuellen Bezirks-Vorstand, bestehend aus folgenden Funktionären: Peter Krall, Hannes Lenzhofer, Bernd Pichler, Diethelm Wendling, DI Markus Loik, Walter Piber, Karin Tschabuschnig sowie – an diesem Abend leider verhindert – Katharina Meßner-Lexer, Mag.Barbara Ladstätter und Dietmar Kröpfl.

Gemeinsam will Stattmann mit seinem Team weiterhin – trotz aktuell widriger Umstände – bewußt machen, dass die Wirtschaft im Bezirk Hermagor sehr gute Zukunfts-Chancen hat. „Das Leben bei uns zahlt sich aus und es ist wunderbar, auch wenn wir derzeit erkennen müssen, dass unser System durch internationale Ereignisse verletzlich ist. Gemeinsam schaffen wir es!“ Schwerpunkte auf der Agenda sind derzeit die problematischen Energiepreise, die überbordende Bürokratie sowie die nicht zufriedene Infrastruktur, die für einen topographisch so herausfordernden Bezirk wie Hermagor ganz spezielle Bedeutung hat. Dass der aktuell seit Dezember 2023 gekappte Grenzübergang nach Italien bisher keine verlässliche kontinuierliche Strassenverbindung mehr darstellt, lässt Zweifel an der jetzt prognostizierten Eröffnung am 18.Mai 26 aufkommen. Darüberhinaus ist auch der aktuell und generell sehr häufig geschlossene Grenzübergang Nassfeld immerwieder ein echtes Problem. „Wir fordern daher unbedingt auch auf österreichischer Seite eine klare Entscheidung für einen Plöcken-Scheiteltunnel als verlässliche Langzeit-lösung. Die Infrastruktur ist das wirtschaftliche Rückgrat jeder Region!“

Schlussendlich wird weiterhin engagiert und unermüdlich an bestmöglicher Vernetzung der wirtschaftlich denkenden Menschen der Region gearbeitet, um laufend die richtigen Menschen zusammenzubringen. Wichtig sei auch, dass jungen Menschen der Region gute berufliche Möglichkeiten in der Heimat geboten werden, dann sei der optimale Mix gemeinsam erreichbar. Stattmann: „Gemeinsam mit meinem Team bin ich voll motiviert, die aktuell anstehenden Herausforderungen zum Wohle unseres Wirtschaftsraumes anzupacken und zu lösen.“ Christian Wastian als neuer Bezirksstellenleiter wies in seinem kurzen Vorstellungs-Referat darauf hin, dass junge Leute unbedingt Berufs- und Lebenserfahrungen außerhalb der Heimat absolvieren sollen, damit sie dann – nach ihrer Rückkehr – sichere Entscheidungen treffen können. „Ich habe das durch meine jahrelangen internationalen beruflichen Stationen selbst so erlebt, es war goldrichtig, und ich freue mich, jetzt wieder voll motiviert in der Heimat angekommen zu sein.“


Appell
Kärntens WK-Präsident Jürgen Mandl appellierte abschliessend an alle anwesenden Unternehmer, sich in herausfordernden Zeiten wie gerade jetzt, nicht der irreführenden Meinung zu erliegen, dass plötzlich der Staat für alle Reparaturen zuständig sein soll. „Dieser Schuss geht nach hinten los. Alles, was der Staat verschenkt, das zahlen ja wir mit unseren Steuern. Viel beser ist es, dass wir uns auf unsere Fähigkeiten und Erfahrungen verlassen, daher kann die Lösung nur lauten: Ärmel aufkrempeln und anpacken!“ Der Genuss der exzellente Kulinarik aus dem Hause Lenzhofer aus Dellach/Gail sowie die musikalische Abendbegleitung durch Dagmar Schoba am Piano waren optimale Zutaten für ein sehr gelungenes Miteinander engagierter Menschen, die sich tagtäglich gerne um ein gedeihliches Miteinander durch ihre beruflichen Tätigkeiten und Leistungen bemühen.







































































