Bewusstseinsbildung in der VS Hermagor

Hermagor -

„…ist das auf deinem Mist gewachsen?“ – Gailtaler Bäuerinnen und Bauern sprechen sich mit dieser Kampagne gegen die Verschmutzung von Wiesen, Äckern und Wäldern aus. Auch in der Volksschule Hermagor wurde im Zuge eines Projektes dieses wichtige Thema aufgegriffen.

Eine Schülerin der 4m der Volksschule Hermagor präsentierte im Zuge eines Projektes die „Mistgabel-Aktion“

Dass Müll nicht willkürlich entsorgt werden soll, das weiß jedes Kind, dennoch sind die heimischen Bauern alljährlich mit der Beseitigung des Mülls auf den Wiesen- und Weideflächen gefordert. Um die artgerechte Müllentsorgung wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rufen, hat der Bauernbund in Kooperation mit der Jungbauernschaft die Aktion „…ist das auf deinem Mist gewachsen?“ ins Leben gerufen.

„Um weiterhin beste Lebensmittel produzieren zu können, müssen wir alle darauf achten, dass wir unseren Lebensraum für Mensch und Tier sauber halten. Darum müssen wir im Kindesalter schon darauf hinweisen, wie wichtig es ist, jeglichen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Nur durch Bewusstseinsbildung im Kindesalter können wir langfristig unsere Kulturlandschaft sauber halten“, so Mathias Themeßl, Kammerrat der Landwirtschaftskammer.

Grundstein

An der Volksschule Hermagor wird das Thema der richtigen Abfallentsorgung ebenfalls großgeschrieben. In der vierten Klasse wurde unlängst im Zuge einer Projektreihe die „Müll-Kampagne“ in den Fokus gerückt. Dass für den Bauer ein großer Aufwand bei der Säuberung von Nutzflächen entsteht, war den Schülern nicht bewusst. Dass der achtlos weggeworfene Plastikmüll, der durch Wind und Wetter zu Mikroplastik zerfällt und entlang der Nahrungskette wieder bis auf unsere Teller gelangen kann, erschreckte einige Schüler. Den Kindern wurde ebenfalls bewusst, dass leichtfertig weggeworfene Blechdosen und Metallteile Nutz- und Wildtiere in Lebensgefahr bringen können und dass die artgerechte Entsorgung umso wichtiger ist. „Wer seinen Müll ordnungsgemäß entsorgt, hält unsere Natur rein, erspart den Bäuerinnen und Bauern Arbeit und Kosten und hält letztendlich unsere zukünftigen Lebensmittel sowie die Futtermittel für unsere Tiere sauber“, so Johann Mößler, Bauernbund-Landesobmann abschließend.