Einstimmige Entscheidung am Vormittag
Bereits am Vormittag – noch vor Beginn der Veranstaltung – fiel im Rahmen einer Gemeindeparteisitzung eine richtungsweisende Entscheidung: Siegfried Ronacher wurde einstimmig als Bürgermeisterkandidat der SPÖ Hermagor für die Wahl im Februar 2027 nominiert. Damit setzt die SPÖ bewusst auf Erfahrung, schließlich stand Ronacher der Stadtgemeinde bereits von 2011 bis 2021 als Bürgermeister vor.

Musikalischer Auftakt und besondere Geste
Den stimmungsvollen Auftakt bildete der traditionelle Frühschoppen, der von der Stadtkapelle Hermagor – Musikverein Vellach musikalisch gestaltet wurde. Mit ihren schwungvollen Klängen sorgten die Musikerinnen und Musiker für eine festliche Atmosphäre. Im Rahmen ihres 70-jährigen Jubiläums kam es zudem zu einer besonderen Geste: Siegfried Ronacher überreichte der Stadtkapelle einen kleinen Scheck als Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung.
Moderation und zahlreiche Ehrengäste
Durch das Programm führte SJG Landesgeschäftsführer Stefan Wastian, der mit Gespür und Übersicht durch die einzelnen Programmpunkte. Unter den Gästen befanden sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben, darunter LAbg. und Vizebürgermeisterin Christina Patterer-Burgstaller aus Kötschach-Mauthen, Bürgermeister Josef Zoppoth aus Kötschach-Mauthen, Bürgermeister Markus Salcher aus Kirchbach sowie Vizebürgermeister Robert Druml aus St. Stefan. Ebenfalls anwesend waren Stadtrat Siegfried Pirker, Landesrat a. D. Max Rauscher, Bürgermeister a. D. Christof Buchacher und Hans Ferlitsch sowie Vizebürgermeisterin a. D. Helga Segner.
Begrüßung und Rednerfolge
Die offizielle Begrüßung übernahm Vizebürgermeister Roland Jank, der die Besucherinnen und Besucher willkommen hieß. Im Anschluss sprach Martin Berger, bevor schließlich Siegfried Ronacher das Wort ergriff und die inhaltlichen Schwerpunkte setzte. Den Abschluss der Reden bildete Klubobmann der SPÖ Kärnten, LAbg. Luca Burgstaller.
Klarer Kurs für Hermagor
Siegfried Ronacher stellte in seiner Ansprache den Wert von Zusammenhalt und klarer Haltung in den Mittelpunkt. Es gehe darum, Gemeinschaft vor Egoismus zu stellen – dafür stehe die SPÖ. Gleichzeitig machte er deutlich: „Hermagor darf nicht stehen bleiben, sondern muss vorangetrieben werden.“ Seine Entscheidung, erneut als Spitzenkandidat anzutreten, begründet Ronacher vor allem mit zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung: „Ich habe in den vergangenen Jahren immer stärker gespürt, dass in unserer Gemeinde etwas fehlt. Viele Bürgerinnen und Bürger haben von einem Stillstand gesprochen – diesen Eindruck teile ich.“ Für ihn sei klar gewesen, dass es frischen Schwung brauche, um Hermagor wieder nach vorne zu bringen. „Verändern kann man allerdings nur etwas, wenn man Verantwortung übernimmt“, betonte er.

Neue Perspektiven und klare Schwerpunkte
Seine politische Pause habe ihm neue Perspektiven eröffnet: „Wenn man gestaltet und arbeitet, macht man auch Fehler. Gleichzeitig ist mir klar geworden, dass Nichtstun oft die schlechteste Alternative ist. Genau das darf in Hermagor nicht länger passieren.“ Inhaltlich setzt Siegfried Ronacher auf klare Schwerpunkte. Der Wille der Bevölkerung solle wieder stärker Gehör in der Gemeindepolitik finden. „Wir müssen die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit in Hermagor wieder mehr passiert“, erklärte er mit Blick auf Veranstaltungen und das Nachtleben. Auch beim Strandbad positionierte er sich eindeutig: Es solle ein Ort der Erholung für die Bevölkerung bleiben und nicht zu einem Projekt für private Investoren werden. Zugleich verwies er auf das große Potenzial der Gemeinde: „Wir haben viele großartige Menschen und Betriebe – das müssen wir nutzen.“
Zukunft gestalten und Projekte umsetzen
Für die kommenden Monate kündigte Ronacher an, vor allem zuzuhören und mit offenen Ohren durch die Gemeinde zu gehen, um die Anliegen der Bevölkerung aufzunehmen. Sein Ziel sei klar: „Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass in Hermagor wieder mehr weitergeht.“ Im Fokus stehen für ihn auch konkrete Projekte – etwa im Bildungsbereich wie bei der Volksschule Egg sowie der geplante Umbau des Essl-Hauses. Dieses soll als „Haus des sozialen Miteinanders“ Wohnen, Pflege, Teilhabe und Inklusion verbinden und ein umfassendes Angebot für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen schaffen. Die Worte Ronachers wurden mit großem Applaus aufgenommen, auch zustimmende Zurufe wie „Siegi muss wieder aufe!“ waren zu hören.

Breite Unterstützung und starke Signale
Auch Klubobmann Luca Burgstaller unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung von Zusammenhalt und klarer politischer Haltung und betonte, dass Hermagor mit dieser Geschlossenheit ein starkes Signal für den gesamten Bezirk setze.
Martin Berger verwies zudem auf den Landeswandertag 2026, der heuer in Weißbriach stattfinden wird, und zeigte sich erfreut, dabei zahlreiche Gäste begrüßen zu dürfen.
Familienfest mit vielfältigem Programm
Neben den politischen Inhalten überzeugte die Veranstaltung auch als buntes Familienfest. Für die jüngsten Gäste standen Hüpfburg, Kinderschminken und Fußball-Dart bereit, während die Erwachsenen das kulinarische Angebot nutzten und bei Gesprächen und Begegnungen den Feiertag genossen. Die Tombola sorgte zusätzlich für Spannung und rundete das vielfältige Programm ab. Organisiert wurde die Veranstaltung maßgeblich von Stadtrat Wolfgang Wallner, der gemeinsam mit seinem Team für einen reibungslosen Ablauf sorgte.
Ein Feiertag mit Signalwirkung
Die 1.-Mai-Feier 2026 wird damit nicht nur als gelungenes Familienfest in Erinnerung bleiben, sondern auch als klarer politischer Auftakt in Richtung Bürgermeisterwahl 2027.



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