Lesachtal-Waldbrand: Fahrlässiger Umgang mit Rauchwaren als wahrscheinliche Ursache

Lesachtal -

Im Zuge der Ermittlungen des Landeskriminalamtes Kärnten und der Brandverhütungsstelle konnte die Brandausbruchsstelle des Großbrandes im Lesachtal näher bestimmt werden. Diese liegt im Bereich des Xaveribergs im Waldgebiet Promeggen. Die Lokalisierung erfolgte anhand von Zeugenaussagen sowie Luftbildaufnahmen.


Nach aktuellem Stand der Ermittlungen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem nicht sachgemäßen Umgang mit Rauchwaren auszugehen. Insbesondere die unsachgemäße Entsorgung von Zigaretten- und Ascheresten steht im Fokus. Drei serbische Staatsangehörige stehen im Verdacht, im Zuge ihrer Tätigkeit als Forstarbeiter durch fahrlässiges Verhalten eine Feuersbrunst ausgelöst zu haben.

Brand breitete sich rasch aus

Der Waldbrand war am Abend des 23. April 2026 von Bewohnern auf der gegenüberliegenden Talseite entdeckt und umgehend gemeldet worden. Aufgrund des steilen und schwer zugänglichen Geländes konnte sich das Feuer rasch ausbreiten.

Umfangreicher Einsatz von Luft- und Bodenkräften

Zur Bekämpfung des Brandes standen insgesamt 21 Feuerwehren mit rund 210 Einsatzkräften im Einsatz. Unterstützt wurden diese von 19 Flughelfern sowie dem Österreichischen Roten Kreuz. Aus der Luft kamen vier Polizeihubschrauber des Innenministeriums (Kärnten, Tirol und Salzburg) sowie zwei Hubschrauber des Bundesheeres zum Einsatz. 

Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Eine genaue Schadenssumme kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die Ermittlungen zur endgültigen Klärung der Brandursache dauern weiterhin an.