Andrea begann ihre berufliche Laufbahn mit einer Floristenlehre in Lienz und der Berufsschule in Hall in Tirol. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre bei Blumen Brandstetter in Hermagor. 2003 zog es sie nach Wien, wo sie bei Blumen 2000 und später bei Blumen B&B als Filialleiterin tätig war. Doch die Arbeit mit Menschen faszinierte sie mehr als die Arbeit mit Blumen. 2006 startete sie berufsbegleitend die Ausbildung zur Heilmasseurin. Nach dem Abschluss leitete sie neun Jahre lang die Therapieabteilung bei Willi Dungl Wien – ein Meilenstein in ihrer beruflichen Entwicklung. Nach einer einjährigen Reise durch Thailand, Indien, Nepal, Sri Lanka und Australien – wo sie Thai Yoga Massage und Ayurveda kennenlernte – zog es Andrea 2017 wieder zurück ins Gailtal. Am Alpencamp in Kötschach Mauthen eröffnete sie ihre eigene Praxis, die rasch großen Zulauf fand. Heute arbeitet sie zusätzlich als Lektorin für angehende Masseure und ist immer noch tief mit dem Gailtal „verwurzelt“.

Gambia – ihre zweite Heimat
2021 reiste Andrea erstmals nach Gambia. Was als Urlaub begann, wurde zu einer tiefen Verbindung: „Es ist wie bei uns vor 60 Jahren – eine große Familiengemeinschaft, jeder hilft jedem“, erzählt sie. Mit ihrem Mann David, der eine bemerkenswerte Lebensgeschichte vom Asylwerber zum Elementarpädagogen hinter sich hat, hat sie zwei Kinder: Mykel (geboren 2022) und Marie Theres (geboren im Jänner 2025). Ein bis zwei Monate pro Jahr lebt Andrea in Gambia, dem Heimatland ihres Gatten – einfach, aber erfüllend, wie sie sagt. Die restliche Zeit verbringen sie überwiegend in Wien, aber immer wieder gerne im Gailtal.

Hilfe, die ankommt
Andrea unterstützt in Gambia vor allem Menschen, die sonst niemanden haben: Personen mit Beeinträchtigungen, Kinder, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Familien in Not. „Wir versuchen, den Kindern die Schulbildung zu ermöglichen und die Wohnsituation zu verbessern“, sagt Andrea. Auch im Gailtal ist sie aktiv: Sie hält Vorträge in der Mittelschule und Volksschule Kötschach Mauthen, arbeitet mit dem Kulturverein Mauthen zusammen und initiierte gemeinsam mit der Volksschule ein Schultaschenprojekt für Kinder in Gambia.

Engagement, das verbindet
Andrea ist keine, die große Worte macht – sie handelt lieber. Es gibt viele Möglichkeiten, Menschen zu unterstützen. „Wer etwas beitragen möchte oder sich für Gambia interessiert, darf sich jederzeit bei mir melden“, sagt sie und bedankt sich bei dieser Gelegenheit bei allen, die bisher schon einen Beitrag geleistet haben. Und man spürt: Sie hat noch viel vor. Für das Gailtal. Für Gambia. Und für die Menschen, die ihr begegnen.









































