Hitze fordert den gesamten Körper
Bei hohen Temperaturen arbeitet der Körper auf Hochtouren, um die eigene Temperatur konstant zu halten. Die Blutgefäße erweitern sich und der Körper produziert mehr Schweiß. Dadurch werden Herz und Kreislauf stärker belastet, gleichzeitig verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Laut ÖGK können bereits einfache Maßnahmen helfen, Beschwerden vorzubeugen. Dazu zählen ausreichend zu trinken, regelmäßige Pausen einzulegen und körperliche Anstrengungen während der heißesten Stunden des Tages zu vermeiden. Besonders häufig treten bei großer Hitze Flüssigkeitsmangel, Kreislaufprobleme, Konzentrationsstörungen sowie Hitzekrämpfe oder Hitzeerschöpfung auf.
Mit diesen Tipps sicher durch die Hitzewoche
Die Österreichische Gesundheitskasse rät, an heißen Tagen regelmäßig Wasser oder ungesüßte Getränke zu trinken. Als Richtwert gelten etwa 1,5 bis 3 Liter pro Tag – am besten sollte bereits vor dem Durst getrunken werden. Besonders ältere Menschen und Kinder sollten regelmäßig ans Trinken erinnert werden. Lauwarme Getränke sind dabei besser geeignet als eiskalte Getränke, da Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke den Körper zusätzlich belasten können. Außerdem empfiehlt die ÖGK, die direkte Sonne während der heißesten Stunden zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden, leichte helle Kleidung zu tragen und Wohnräume tagsüber möglichst kühl zu halten. Lüften sollte man idealerweise in den Morgen- und Abendstunden. Körperliche Aktivitäten sollten möglichst auf die kühleren Tageszeiten verlegt werden. Auch leichte, wasserreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse können den Körper unterstützen.
Besonders gefährdete Gruppen schützen
Besondere Vorsicht ist laut ÖGK bei älteren Menschen, Säuglingen, Kleinkindern sowie Personen mit Herz-, Kreislauf-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen geboten. Aber auch gesunde Menschen können bei starker Hitze gesundheitliche Probleme bekommen. Tätigkeiten, die bei normalen Temperaturen problemlos möglich sind, können an heißen Tagen eine deutlich größere Belastung für den Körper darstellen. Auch in der Nacht kann die Hitze den Schlaf beeinträchtigen. Eine lauwarme Dusche vor dem Zubettgehen, leichte Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen sowie ein gut gelüftetes Schlafzimmer können dabei helfen, besser zur Ruhe zu kommen.
Warnzeichen eines Hitzschlags ernst nehmen
Besonders wichtig ist es, die Anzeichen eines möglichen Hitzschlags frühzeitig zu erkennen. Dazu zählen eine rote und heiße Haut, ein schneller Herzschlag, schnelle Atmung, Verwirrtheit oder auffällige Verhaltensänderungen bis hin zu einer Bewusstseinstrübung. Bei einem Verdacht auf Hitzschlag sollte die betroffene Person sofort aus der Hitze gebracht, mit Wasser oder feuchten Tüchern gekühlt und unverzüglich ärztliche Hilfe geholt werden.
Die Österreichische Gesundheitskasse bietet weitere Informationen und Unterstützung rund um das Thema Hitzeschutz. Alle Anlaufstellen sowie weitere Tipps sind auf der Website der ÖGK unter www.oegk.at/hitze zu finden. Viele Anliegen können zudem telefonisch oder digital über die ÖGK-Services erledigt werden, um bei großer Hitze unnötige Wege zu vermeiden.








































