Wald und Wild in Einklang zu bringen, um ein permanent stabiles, gedeihliches Miteinander auf gutem Niveau zu halten, ist seit vielen Jahren schon ein „Dauerbrenner“. Einerseits sind es die nicht mehr zu leugnenden klimatischen Veränderungen, die Land- und Forstwirten zunehmend vor große Herausforderungen stellen, andererseits ist es aber auch die Tatsache, dass wir in unserer Region die europaweit zunehmende Erholung der Beutegreiferbestände Wolf, Luchs und Bär mehr und mehr zu spüren bekommen, und damit bei Nutztierhaltern oftmals existenzielle Sorgen ausgelöst werden.
Programm
Nach der Begrüßung durch Josef Warmuth wurde das Jagdrevier „Bruggwald“ und die dortigen Naturverjüngungsflächen jagdlich und forstlich umfassend präsentiert und diskutiert. Bezirksforstinspektor DI Wilfried Strasser referierte zum Thema „Wildeinfluss auf den Wald“, bevor DI Ernst Herzog praktische Beispiele zu den Hintergründen des Bonus-Malus-Systems vorstellte. Jagdstrategien und Möglichkeiten im Rahmen der jagdlichen Abschlussplanung zeigte Bezirksjägermeister Raphael Gressel auf.
Maßnahmen zur Waldentwicklung und Wildanpassung
Alle Bemühungen gelten von der Aufforstung über die Pflegemaßnahmen bis zur Verjüngungseinleitung in Altholzbeständen der Erhöhung der Artenvielfalt im Wald. Einschichtige Waldbestände sollen in gemischte, nach Wuchsklassen deutlich strukturierte, stabile Waldbestände übergeführt werden. Dies bedingt natürlich auch waldangepasste Wildbestände. Strasser: „Die Anpassung der Wildbestände ist kurzfristig durchführbar und neben den Waldbewirtschaftungsmaßnahmen die einzige Stellschraube, die wir selbst in der Hand haben. Den Temperaturanstieg und die vermehrten Starkregenereignisse mit Sturm und Hagel können wir lokal leider nicht reduzieren oder beeinflussen.“









































