Bilanz der AK-Steuerspartage 2026: In neun Wochen rund 6,6 Millionen Euro zurückgeholt

Kärnten -

Knapp 9.000 AK-Mitglieder holten sich im Rahmen der AK-Steuerspartage 2026 im März und Mai Unterstützung bei der Arbeitnehmerveranlagung (ANV). „Unsere Expertinnen und Experten konnten im Aktionszeitraum mehr als 6,6 Millionen Euro an zu viel bezahlter Steuer zurückholen. Geld, das die Menschenohne unsere professionelle und kostenlose Hilfe nicht erhalten hätten“, betont AK-Präsident Günther Goach. Häufige Anfragen betrafen den Familienbonus Plus und das Pendlerpauschale. Die Absetzbarkeit der Kosten für künstliche Befruchtung war heuer ebenfalls vermehrt ein Thema.

Fast 9.000 Kärntner:innen profitierten von der Beratung des AK-Steuerteams und erhielten insgesamt mehr als 6,6 Millionen Euro zurück

AK-Steuerteam holt Millionen zurück

Die Bilanz der Steuerspartage der Arbeiterkammer Kärnten zeigt deutlich: Wer Ausbildungskosten, Pflegeausgaben, Pendlerpauschale oder Familienbonus Plus bei der Arbeitnehmerveranlagung (ANV) optimal absetzen möchte, braucht professionelle Unterstützung. Diese erhielten 8.798 Kärntner:innen, die sich in den zwei Aktionszeiträumen  (2. März bis 3. April und 4. bis 30. Mai) ans AK-Steuerteam in Klagenfurt und in den Bezirksstellen gewendet haben. Die Expert:innen sorgten in diesen neun Wochen mit ausgedehnten Beratungszeiten für Steuergutschriften in Gesamthöhe von mehr als 6.600.000 Euro. Die seit Oktober 2025 verpflichtende ZweiFaktorAuthentifizierung hat den Zugang zu FinanzOnline für viele Menschen zusätzlich erschwert. Dank unserer umfassenden Aufklärungskampagne und der zwei zeitlich getrennten Aktionszeiträume waren die meisten Ratsuchenden gut gerüstet“, ist AK-Präsident Günther Goach froh, dass die AK-Mitglieder die technischen Hürden gut gemeistert haben.

8.000 Euro für 94-jährige Pflegegeldbezieherin

Dass die antragslose ANV nicht immer den optimalen Steuervorteil herausholt, stellte das Steuerteam in mehreren Fällen unter Beweis. So hatte etwa eine 94-jährige Pflegegeldbezieherin über Jahre hinweg kleinere Geldbeträge über den automatischen Steuerausgleich erhalten. Nicht berücksichtigt waren bei diesen allerdings die Ausgaben für Pflegedienste sowie für Apotheken- und Arztrechnungen. Bei den nachträglichen Arbeitnehmerveranlagungen für die vergangenen fünf Jahre wurden diese Kosten als außergewöhnliche Belastung ohne Selbstbehalt geltend gemacht. Das Ergebnis: eine Gutschrift über 8.000 Euro.

Mehrkindzuschlag und Kindermehrbetrag für Alleinerziehende

Nach dem Tod ihres Ehemanns, der sich in den vergangenen Jahren um den Steuerausgleich gekümmert hatte, suchte eine nunmehr alleinerziehende Mutter von drei Kindern Unterstützung im AK-Steuerservice. Da sich der Familienbonus Plus aufgrund des geringen Einkommens nicht auswirkte, wurden beim Beratungstermin der Alleinverdienerabsetzbetrag beantragt sowie der Kindermehrbetrag und der Mehrkindzuschlag geltend gemacht. Für das Jahr 2025 ergab das eine Gutschrift von knapp 3.500 Euro.

Hilfe im Web und mit Broschüren

Ob Onlinerechner, Formulare, Musterbriefe, der Brutto-Netto-Rechner sowie Steuertippsoder die Broschüren „Steuer sparen“, „Steuertipps für Eltern“, „Familienbonus Plus“ sowie „Steuerrecht kompakt“ und Videos, in denen die Arbeitnehmerveranlagung detailliert und leicht verständlich erklärt wird – all das findet man auf kaernten.arbeiterkammer.at/steuer. „Das Steuerteam der AK Kärnten unterstützt unsere Mitglieder selbstverständlich auch außerhalb der Aktionszeiträume kostenlos und professionell bei der Arbeitnehmerveranlagung“, betont AK-Präsident Goach.

AK-Serviceline: 050 477-3002 oder steuer@akktn.at