Erste Auswirkungen bereits deutlich spürbar
Die anhaltende Trockenheit zeigt bereits spürbare Folgen. Seit Anfang März kam es zu mindestens acht größeren Wald-, Böschungs- und Wiesenbränden. Besonders betroffen war unter anderem ein mehrtägiger Großeinsatz oberhalb des Faaker Sees, bei dem hunderte Einsatzkräfte im Einsatz standen. Auch am gestrigen Sonntag kam es erneut zu einem Böschungsbrand im Bereich Hochosterwitz, der zeitweise die Südbahnstrecke beeinträchtigte. In den Bezirken Spittal an der Drau und Hermagor gelten bereits behördliche Feuerverbote. Mehrere Gemeinden in Oberkärnten rufen zudem zum Wassersparen auf, da die Quellschüttungen teilweise um bis zu 50 Prozent zurückgegangen sind.

Kaum Entspannung in Sicht
Für die kommende Woche wird zwar eine leichte Abkühlung sowie etwas Niederschlag erwartet, eine nachhaltige Entspannung der Situation ist jedoch nicht in Sicht. Laut dem ALPIXION-Modell von Tauernwetter sind bis Freitag in vielen Regionen lediglich 5 bis 15 Liter pro Quadratmeter zu erwarten. Im Klagenfurter Becken und im Lavanttal könnten die Mengen sogar unter 5 Litern liegen. Angesichts des bisherigen Defizits seien diese Niederschläge „nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, heißt es in der Einschätzung.
Waldbrandgefahr bleibt hoch
Zwar könnte die Waldbrandgefahr durch kühlere Temperaturen und weniger Wind vorübergehend etwas sinken, eine Entwarnung gibt es jedoch nicht. Sobald sich das Wetter stabilisiert, dürfte die Gefahr rasch wieder auf ein sehr hohes Niveau steigen. Sollte die Trockenperiode über April hinaus anhalten, könnte spätestens im Frühsommer eine kritische Phase erreicht werden – mit möglichen Auswirkungen nicht nur auf die Waldbrandgefahr, sondern auch auf Landwirtschaft und Trinkwasserversorgung.









































