Plöckenpass: Wiedereröffnung Mitte Mai bestätigt – Scheiteltunnel als bevorzugte Lösung

Plöckenpass/ Passo di Monte Croce Carnico -

Die Region Friaul-Julisch Venetien hat mitgeteilt, dass die Wiedereröffnung der SS52 bis im Bereich des Passo di Monte Croce Carnico für Mitte Mai 2026 vorgesehen ist. Gleichzeitig bekräftigten Regionalrätin Cristina Amirante und Vizepräsident Stefano Mazzolini die regionale Position, den Scheiteltunnel als bevorzugte Lösung weiterzuverfolgen.

Assessore Amirante bestätigte Mitte Mai als Öffnungstermin und die langfristige Festlegung der Region Friaul-Julisch Venetiens auf den Scheiteltunnel

Wiedereröffnung mit Einschränkungen

Nach Angaben der Regionalrätin und der Anas-Techniker in der Sitzung ist die Wiedereröffnung des Passes ab Mitte Mai vorgesehen, zunächst mit Einschränkungen: Für einige Wochen wird der Verkehr auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen beschränkt sein, und es wird einen Abschnitt mit wechselnder Einbahnregelung geben, unterstützt durch ein kontinuierliches Überwachungssystem. „Die wichtigsten Arbeiten werden bis zur Wiedereröffnung abgeschlossen sein“, präzisierte Amirante, „sodass die Verbindung bereits unter deutlich sichereren Bedingungen als zuvor wiederhergestellt werden kann. Ab Juni ist die vollständige Wiederöffnung ohne Einschränkungen geplant.“ Amirante hob außerdem hervor, dass die derzeitige Lösung zwar ein wichtiger Schritt sei, aber keine endgültige: „Diese Maßnahmen ermöglichen die Wiedereröffnung des Passes und gewährleisten deutlich verbesserte Sicherheitsbedingungen, doch die Frage einer strukturellen, dauerhaften Lösung bleibt zentral.“

Gemeinsame Planungsarbeit 

In diesem Zusammenhang erläuterte die Regionalrätin die gemeinsame Arbeit mit dem Bundesland Kärnten, die auf zwei Ebenen erfolgt: technisch und politisch. „Es gibt zwei Arbeitsgruppen – eine technische und eine institutionelle –, die drei unterschiedliche Projektlösungen analysiert haben: einen Basistunnel, einen Scheiteltunnel sowie eine Variante der bestehenden Trasse, wobei jeweils Stärken und Schwächen bewertet wurden. Das letzte Treffen fand im vergangenen November in Tolmezzo im Rahmen des bilateralen Forums statt, das gemeinsam mit dem Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber eingerichtet wurde.“

Scheiteltunnel als bevorzugte Option

Die Position der Region Friaul-Julisch Venetien, die offiziell dem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr übermittelt wurde, sieht den Scheiteltunnel als bevorzugte Option, gefolgt von der Variante der bestehenden Strecke. „Es handelt sich um eine technische Bewertung“, schloss Amirante. „Die endgültige Entscheidung liegt bei Anas und dem Ministerium – in einem Kontext, der auch Österreich einbezieht und daher grenzüberschreitende Bedeutung hat. Unsererseits werden wir weiterhin mit höchstem Engagement daran arbeiten, eine gemeinsame und nachhaltige endgültige Lösung zu erreichen, auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Machbarkeit. In jedem Fall wird die Lösung keine Zunahme des Schwerverkehrs mit sich bringen, Umwelt- sowie sozioökonomische Auswirkungen berücksichtigen und eine höhere Sicherheit der bestehenden Verkehrsverbindung gewährleisten.“

Mazzolini bekräftigt Tunnel-Position

Der Vizepräsident des Regionalrates, Stefano Mazzolini, erklärte am Rande der Sitzung: „Ich bekräftige eine Position, die ich seit jeher vertrete: Der Scheiteltunnel bleibt die sicherste Lösung und die einzige, die eine ganzjährige Öffnung an 365 Tagen gewährleisten kann. Diese Perspektive muss ernsthaft geprüft werden – ohne Vereinfachungen und ohne Verzerrungen –, wobei technische Daten, Gesamtverträglichkeit und die Interessen des Territoriums im Mittelpunkt stehen.“