Waldbrände in Friaul: Bereits 35 Notrufe wegen starkem Rauchgeruch

Hermagor -

Starker Rauch- und Brandgeruch ist derzeit vor allem im Gailtaldeutlich wahrnehmbar und sorgt bei vielen Menschen für Verunsicherung. Die Ursache liegt allerdings südlich der Grenze: Waldbrände im Raum Tolmezzo und Amaro in Friaul-Julisch Venetien sorgen für eine massive Rauchentwicklung, die durch die aktuelle Windströmung bis nach Kärnten getragen wird.

Rund 35 Notrufe wegen Rauchentwicklung und starkem Brandgeruch gingen innerhalb weniger Stunden bei der Landesalarm- und Warnzentrale ein.

Bei der Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) gingen innerhalb weniger Stunden bereits rund 35 Notrufe ein. Die Anrufer meldeten überwiegend deutlichen Rauchgeruch beziehungsweise eine wahrnehmbare Rauchentwicklung.

Löschflugzeuge nehmen Wasser aus dem Weißensee auf

Wie Karoline Turnschek, Bürgermeisterin der Gemeinde Weißensee, informiert, werden am Sonntag, 16. August, zwischen 8 und 13 Uhr erneut Löschflugzeuge Wasser aus dem Weißensee aufnehmen, um die Löscharbeiten bei den Waldbränden in Friaul zu unterstützen. Aufgrund des derzeitigen Südwindes wird der Rauch über die Grenze nach Kärnten getragen und ist auch hier deutlich wahrnehmbar. Die italienischen Behörden überwachen die Rauchentwicklung laufend und stehen in ständigem Austausch mit den zuständigen Stellen in Kärnten.

Einsatz am Weißensee: Am Sonntag nehmen Löschflugzeuge erneut Wasser aus dem Weißensee auf, um die Brandbekämpfung im benachbarten Friaul zu unterstützen.

Rauch zieht aus Friaul über die Grenze

Ursache sind die derzeitigen Waldbrände im Raum Tolmezzo und Amaro im benachbarten Friaul-Julisch Venetien. Aufgrund der aktuellen Windströmung werden die Rauchmassen in Richtung Kärnten verfrachtet. Besonders im Gailtal und Lesachtal ist der Brandgeruch derzeit stark wahrnehmbar. Satellitenbilder zeigen laut Land Kärnten die großräumige Rauchentwicklung. Die Luftqualität im betroffenen Gebiet rund um Tolmezzo wird von den zuständigen italienischen Behörden laufend überwacht. Auch in Kärnten kontrolliert die Abteilung 8 des Amtes der Kärntner Landesregierung – Umwelt, Naturschutz und Klimaschutzkoordination – die weitere Entwicklung.

(Foto: Tauernwetter David Kaufmann) Der Rauch über Kärnten stammt vom seit Tagen aktiven Waldbrand in Norditalien, nahe der Kärntner Grenze.
(Foto: Tauernwetter David Kaufmann)

Land appelliert an Bevölkerung

Die Kärntner Einsatzorganisationen stehen mit den zuständigen Behörden in Kontakt und beobachten die Situation. Die Bevölkerung wird ersucht, bei Rauchgeruch oder eingeschränkter Sicht Ruhe zu bewahren. Notrufnummern sollten nur bei tatsächlichen Notfällen beziehungsweise einem konkreten Brandverdacht gewählt werden