Pelletspreise steigen rasant: AK Kärnten kritisiert Gewinnmaximierung

Kärnten -

Die stark steigenden Pelletspreise bringen immer mehr Kärntner Haushalte unter Druck. Die Arbeiterkammer Kärnten kritisiert, dass auch bei einem regionalen Energieträger wie Pellets wirtschaftliche Interessen zunehmend überwiegen. „Heizen muss leistbar bleiben, unabhängig davon, für welches System sich Menschen entschieden haben“, betont AK-Präsident Günther Goach.

Pelletpreise steigen in Kärnten weiter

Zwischen September 2025 und Anfang März 2026 sind die Pelletspreise in Kärnten von durchschnittlich 298 Euro auf 383 Euro je Tonne – also um 28,6 Prozent gestiegen.
Von Anfang Februar bis Anfang März 2026 betrug der Anstieg acht Prozent (355 auf 383 Euro).

Preisanstieg nicht durch Krisen erklärbar

Nach aktuellen Beobachtungen ist zudem davon auszugehen, dass die Preise auch im März weiter steigen werden. Im Vorjahreszeitraum (Februar bis März 2025) lag der Preisanstieg lediglich bei 2,9 Prozent – ein üblicher saisonaler Effekt gegen Ende der Heizperiode. Die Preissteigerungen sind nicht durch internationale Krisen erklärbar.
Pellets werden regional produziert und stehen in keinem direkten Zusammenhang mit
geopolitischen Konflikten wie im Nahen Osten. Es kann nicht sein, dass es am Ende
immer nur um Gewinnmaximierung geht“, kritisiert AK-Präsident Goach.

Faire Preise gefordert

Haushalte, die auf Biomasse setzen, dürfen gegenüber anderen Energiekund:innen nicht schlechter gestellt sein. Goach: Jahrelang wurden die Menschen dazu ermutigt, von
fossilen Energieträgern auf erneuerbare Systeme wie Pellets umzusteigen und jetzt
schießen die Preise in die Höhe. Das ist für viele Haushalte schlicht nicht mehr leistbar. Umso wichtiger ist es, hier für faire und nachvollziehbare Preise zu sorgen.“