Roboter-Chirurgie im LKH Villach: Erste Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter erfolgreich durchgeführt

LKH Villach -

Es ist ein weiterer wichtiger Schritt in der modernen chirurgischen Versorgungunseres Bundeslandes: Seit Juli 2026 wird an der Chirurgie im LKH Villach mit dem robotergestützten Operationssystem DaVinci operiert. Mit der Einführung der Roboterchirurgie setzt die Villacher Chirurgie einen entscheidenden Schritt in die Zukunft der Versorgung.

Mit der Einführung des Da-Vinci-Systems setzt das LKH Villach einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft: Erste robotergestützte Eingriffe wurden bereits erfolgreich durchgeführt und eröffnen neue Möglichkeiten für präzise und schonende Operationen

„Die Roboterchirurgie ist international fortschreitend und aus modernen Operationssälen künftig nicht mehr wegzudenken“, erklärt Prim. Dr. Gerhard Jenic, Abteilungsvorstand der Chirurgie in Villach, der gleichzeitig stolz auf sein Ärzte- und Pflege-Team ist, das mittlerweile einige Operationen erfolgreich am Roboter durchgeführt hat.

Neue Technik, neue Perspektiven

Prim. Dr. Gerhard Jenic sieht in der neuen Technologie nicht nur einen bedeutenden Schritt für die Patientenversorgung sondern auch in den umfassenden Ausbildungsmöglichkeiten, was aus seiner Sicht wesentlich für die Zukunft der Chirurgie ist: „Mit dem Einsatz des Roboters beweisen wir Weitblick: Denn Dank der ebenfalls angeschafften Ausbildungskonsole von DaVinci ist eine optimale Ausbildungsmöglichkeit auch bei komplexen Operationen geschaffen worden“.Künftig sollen Ärzte auch direkt in Villach ausgebildet werden. Konkret steht neben der Konsole des operierenden Chirurgen eine zweite Steuerung zur Verfügung, über die erfahrene Experten jederzeit eingreifen können. „Diese zusätzliche Konsole gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit und schafft gleichzeitig optimale Voraussetzungen für die Ausbildung der nächsten Generation von Chirurgen“, erklärt der Primarius, der sichtlich erfreut ist „mit welcher Begeisterung und Einsatzbereitschaft unsere Ärzte und alle im OP-Team – von der Anästhesie bis zur OP-Pflege – die neuen Herausforderungen angenommen haben.“ Unsere Patienten profitieren von einer schonenden chirurgischen Versorgung und einem gleichzeitig bestmöglichen Behandlungsergebnis“, ergänzen die Oberärzte Dr. Neuschitzer und Dr. Scharf.

Prim. Dr. Gerhard Jenic, Abteilungsvorstand der Chirurgie in Villach, begleitet die Einführung der robotergestützten Chirurgie am LKH Villach (c) KABEG

Präzision und schonende Eingriffe

Das Da-Vinci-System kommt zunächst bei Leistenbruchoperationen (TAPP) sowie weiteren minimalinvasiven Eingriffen im Bauchraum inklusive Tumoroperationenzum Einsatz: „Der Operateur trifft sämtliche Entscheidungen selbst und trägt somit die volle Verantwortung“, betont Dr. Neuschitzer. Konkret werden die Eingriffe mit dem Hightech-Gerät millimetergenau gesteuert. „Der Roboter unterstützt die Mediziner bei besonders feinen Bewegungen und gleicht beispielsweise ein leichtes Zittern der Hände aus. Dadurch können Eingriffe noch präziser und gewebeschonender durchgeführt werden“, ergänzt Dr. Scharf.

Erfolgreiche Eingriffe

Die ersten robotergestützten Eingriffe in Villach verliefen sehr erfolgreich. Einige Patientinnen und Patienten konnten sogar tagesklinisch versorgt werden und zeigten einen komplikationslosen Verlauf. Besonders freut es mich, zu sehen, wie schnell sich das gesamte Team auf das neue Verfahren eingestellt hat, so die Medizinische Direktorin Dr. Elke Schindler: „Es ist uns gelungen, einen eigens für den Roboter vorgesehenen OP-Saal mit allen technischen Raffinessen in Betrieb zu nehmen“.

Ausbau der Roboterchirurgie in der KABEG

Mit der Inbetriebnahme des Da-Vinci-Xi-Systems samt Ausbildungskonsole im LKH Villach baut die KABEG ihr Angebot in der robotergestützten Chirurgie weiter aus. Bereits seit mehreren Jahren wird am Klinikum Klagenfurt robotergestützt operiert. Ende 2026 erhält das Klinikum einen weiteren Roboter der neuesten Generation. Durch den zusätzlichen Einsatz des kompletten Systems am LKH Villach profitieren nun auch Patientinnen und Patienten in der gesamten Region Kärnten West von dieser Operationstechnologie.