Alexander Ertl wurde 1999 geboren. Sein Vater, der bekannte Edelgreißler Herwig Ertl, und seine Mutter Hanna hielten den Gailtal-Bezug trotz Wohnsitz in Villach immer stark. Wochenenden und Ferien verbrachte Alexander in Kötschach, wo er im OSK Skifahren, Laufen und Radfahren lernte. Sportlich blieb er vielseitig: Fußball in Maria Gail und im LAZ Villach, eine Saison bei Dellach/Gail sowie Golf am Nassfeld, wo er 2010 Junioren-Clubmeister wurde. Zur Familie gehören sein Bruder Lukas, der eine Vertical-Film-Agentur führt, sowie die Halbbrüder Felix (2012) und Lorenz (2016). Ebenso prägend sind seine Stiefeltern: Marianna Daberer, Hotelierin aus St. Daniel, und Christoph Obererlacher, Geschäftsführer von Swiss Life Select Austria. Nach der Volksschule und dem Peraugymnasium studierte Ertl Politikwissenschaften und Orientalistik in Wien sowie Internationale Beziehungen an der University of Cambridge. Berufliche Stationen führten ihn unter anderem zum ORF, ins Außenministerium, nach Brüssel und Jordanien. Seit 2026 arbeitet er im Büro der Wiener Vizebürgermeisterin – eine Aufgabe, die Organisation, politisches Gespür und Verlässlichkeit verlangt. Trotz internationaler Wege bleibt das Gailtal sein emotionaler Ankerpunkt. Reindling vom Opa kommt weiterhin per Post nach Wien, der Dialekt bleibt unverändert, und Kötschach Mauthen bleibt jener Ort, der ihn geprägt hat.
Gailtal Journal: Wie würden Sie Ihren Weg von Kärnten nach Wien beschreiben?
Alexander Ertl: Die Umstellung war gering, weil immer ein Teil der Familie präsent war – durch meinen Bruder, meinen Stiefvater und die „Essenspackerln“ vom Papa. Beruflich haben sich die Chancen in Wien Schritt für Schritt erweitert.

Welche Rolle spielt Ihre Familie für Ihren Werdegang und was hat Sie geprägt?
Unsere Familie hat nach der Trennung zusammengehalten. Dieses Auffangnetz – von der Unterstützung der Großeltern bis zum Matratzenlager beim Bruder – hat vieles erleichtert und mir ermöglicht, mich voll auf Ausbildung und Beruf zu konzentrieren.
Was sind Ihre zentralen Aufgaben als persönlicher Referent der Stadträtin?
Ich koordiniere inhaltliche und organisatorische Tätigkeiten, beantworte Bürgeranfragen, verfasse Beiträge und Grußwörter, bereite Termine vor und begleite die Vizebürgermeisterin. Wichtig ist, gut informiert zu sein und eng mit dem Team zusammenzuarbeiten, damit die besten Entscheidungen getroffen werden können.
Welche Bedeutung hat das Gailtal für Sie – und was nehmen Sie aus Ihrer Herkunft mit?
Den Reindling und den Dialekt nehme ich überall hin mit. Kötschach-Mauthen bleibt der Ort meiner Kindheit, meiner sportlichen Anfänge und meiner Wurzeln. Das Gailtal hat mich vielleicht verlassen – aber ich das Gailtal sicher nicht.

Was motiviert Sie persönlich in Ihrer täglichen Arbeit – und welche Ziele verfolgen Sie?
Ich arbeite gerne beratend im Hintergrund und schätze das Team im Stadtratsbüro sehr. Jetzt geht es darum, Abläufe noch besser zu verstehen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Die nächsten Jahre plane ich im Rathaus zu bleiben.







































