Rekordverdächtige Hitzewelle zum Monatswechsel möglich

Osttirol/ Kärnten -
Die nächste Hitzewelle könnte Österreich zum Monatswechsel voll erfassen. Laut dem Wetterdienst Tauernwetter zeichnet sich eine Hitzephase ab, die deutlich intensiver werden könnte als jene im Juni. Nach einigen sommerlich angenehmen Tagen mit 28 bis 32 Grad steigen die Temperaturen ab Mittwoch markant an.

In Kärnten, Osttirol und im Osten Österreichs sind Temperaturen nahe der bisherigen Rekordwerte möglich

Temperaturen bis 40 Grad möglich

Für Klagenfurt werden ab Donnerstag verbreitet Werte über 35 Grad prognostiziert, mit einem möglichen Höhepunkt zwischen dem 2. und 4. August bei 38 bis 39 Grad. In Lienz könnte die 38-Grad-Marke bereits ab Ende Juli erreicht oder überschritten werden.  Der bisherige Kärntner Höchstwert liegt bei 39,9 Grad in Dellach im Drautal aus dem Jahr 2013, der österreichische Rekord bei 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg ebenfalls aus 2013.

Trockenheit verschärft Waldbrandgefahr

Was die bevorstehende Hitzewelle von jener im Juni unterscheidet, ist die bereits angespannte Ausgangslage am Boden. Vom 1. bis 22. Juli fiel in Kärnten und Osttirol im Flächenmittel rund 32 Prozent weniger Niederschlag als im Vergleichszeitraum 1991 bis 2020. Die Waldbrandgefahr ist in den inneralpinen Tälern Osttirols sowie im Mölltal bereits auf „hoch“ eingestuft, großflächig liegt sie in Kärnten und Osttirol auf „mittel“. Sollte eine rund zehntägige Hitzephase mit Temperaturen von 35 bis 40 Grad ohne nennenswerten Regen eintreten, ist mit einer weiteren Verschärfung der Situation zu rechnen. In einzelnen kleineren Versorgungsgebieten mit begrenzten Quellvorkommen könnten dann vorübergehende Einschränkungen bei der Wasserentnahme notwendig werden, heißt es. 

Prognose bleibt mit Unsicherheiten behaftet

Trotz der derzeit hohen Übereinstimmung der Wettermodelle bleibt eine Vorhersage über einen Zeitraum von zehn Tagen mit Unsicherheiten verbunden. Eine früher einsetzende Wetterumstellung aus Westen oder eine veränderte Entwicklung der Höhenströmung könnten die Hitze deutlich abschwächen. Die Ensemble-Prognosen zeigen neben dem wahrscheinlichsten Verlauf auch die gesamte Schwankungsbreite der Modellberechnungen. Dabei stellen besonders die extremen Randwerte einzelner Modellläufe keine Vorhersage dar, sondern lediglich mögliche Entwicklungen am äußersten Rand des berechneten Spektrums. Auch kühlere Szenarien sind weiterhin Teil der Modellspanne.