Bezirksgericht Hermagor vor dem Aus? – Bürgermeister DI Leopold Astner nimmt Stellung

Hermagor -

Die von der Bundesregierung geplante Reform der Bezirksgerichte sieht vor, dass das Bezirksgericht Hermagor als eines von drei weiteren Bezirksgerichten künftig nicht mehr als eigenständiger Gerichtsstandort geführt wird. Zu diesen Plänen nimmt nun Bürgermeister DI Leopold Astner Stellung und spricht sich klar gegen die Schließung des Bezirksgerichts Hermagor aus.

Bürgermeister DI Leopold Astner nimmt Stellung zur möglichen Schließung des Bezirksgerichts Hermagor

„Für uns ist dies ein weiterer Rückschlag für den ländlichen Raum. Alles soll mit der Begründung eines verbesserten Service in einer größeren Einheit zentralisiert werden. Ich spreche mich als Bürgermeister der Bezirksstadt Hermagor klar gegen die Schließung aus“, betont Bürgermeister DI Leopold Astner.

Arbeitsplätze und Rechtszugang gefährdet

„Damit würden nicht nur qualifizierte Arbeitsplätze im Bezirk verloren gehen, sondern vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger einen schwereren Zugang zum Recht haben. Längere Anfahrten zu Verfahren, auch für Zeugen oder für die heimischen Anwälte, bedeuten höhere Kosten für alle“, führt er weiter aus.

Kritik an Zentralisierung und Sparargumenten

Auch das Argument möglicher Einsparungen lässt Astner nicht gelten. „Dass in Österreich gespart werden muss, ist jedem klar. Nur mit einer Zentralisierung und Zusammenlegung zu großen Einheiten ist dies noch nie erreicht worden“, erklärt er. Stattdessen verweist er auf alternative Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, etwa die Nutzung leerstehender Räume im Gerichtsgebäude, eine Reduktion beziehungsweise Zusammenlegung von Sicherheitsdiensten oder die Verlagerung von Aufgaben aus stark ausgelasteten Gerichten.

Abschließend richtet Astner einen klaren Appell an die politischen Vertreter der Region: „Ich fordere die Abgeordneten unseres Tales auf, diesen Schließungsplänen entgegenzutreten.“