Bakterien auf der Arbeitsfläche
Im Sommer 2023 verzehrte ein 63-jähriger Kärntner in Nötsch im Gailtal einen Hendl-Döner. Kurz darauf erlitt er eine schwere Salmonellenvergiftung, Ende Juli 2023 verstarb der Mann. Wie mehrere Medien berichteten, bestätigte ein Gutachter einen Zusammenhang zwischen den Salmonellen im Küchenbereich und dem Todesfall. Ein verunreinigtes Putztuch soll die Bakterien auf die Arbeitsfläche übertragen haben.
Belastetes Fleisch wirft Fragen auf
Anfang 2023 war in Österreich mit Salmonellen belastetes Fleisch aus Polen aufgetaucht. Damals wurden 30 Krankheitsfälle gemeldet – der 63-Jährige war der einzige Todesfall. Sollte auch das betroffene Lokal solches Fleisch erhalten haben, hätten die Salmonellen beim Erhitzen am Dönerspieß jedoch nicht mehr aktiv gewesen sein sollen, heißt es.
Strafantrag sorgt für neue Wendung
Ende Dezember 2024 brachte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt einen Strafantrag gegen die Betreiber des mittlerweile geschlossenen Lokals beim Bezirksgericht Villach ein. Dem Ehepaar werden fahrlässige Tötung sowie fahrlässige Gemeingefährdung im Zusammenhang mit dem Lebensmittel-, Sicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) vorgeworfen. Zu einer Verhandlung kam es jedoch nicht: Die Richterin erklärte sich für nicht zuständig und verwies darauf, dass der Fall möglicherweise in den Bereich der grob fahrlässigen Tötung nach § 81 Strafgesetzbuch fallen könnte.
Weiteres Warten auf den Prozess
Nach einer neuerlichen Bewertung im Dezember 2025 stellte die Staatsanwaltschaft erneut einen Strafantrag – diesmal beim Landesgericht Klagenfurt. Ein angesetzter Verhandlungstermin am kommenden Montag, dem 27. Juli 2026 wurde kurzfristig abgesagt, nachdem es aufseiten der Verteidigung zu einem Anwaltswechsel gekommen war. Der neue Verteidiger hatte um Zeit zur Einarbeitung gebeten. Wann der Prozess stattfinden wird, ist derzeit offen. Für die beschuldigten Betreiber gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.









































