Ehrungen LH Fellner LHStv Gruber LRin Prettner LR Reichmann

Land ehrt Lebensretterinnen und Lebensretter

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Kärnten -
LH Daniel Fellner, LHStv Martin Gruber, LRi.n Beate Prettner und LR Peter Reichmann verleihen Ehrenkreuze an Lebensretterinnen und -retter, Ehrenzeichen und Lorbeeren: „Wir wollen unseren Dank und unsere Wertschätzung für Menschen, die Zivilcourage beweisen und der Gesellschaft dienen, sichtbar machen“.

LH-Stv. Martin Gruber, LR Peter Reichmann, Markus Bräuhaupt (ÖWR-Landesleiter), LRin Beate Prettner, LH Daniel Fellner mit den Mitgliedern der ÖWR-Sattendorf

Die Geschichten, die gestern, Dienstag, im Spiegelsaal der Landesregierung von dramatischen Unfällen erzählt wurden, machten betroffen. Die Personen, die jenen Menschen, die verunfallt sind, ohne zu zögern geholfen und ihnen durch rasches Einschreiten das Leben gerettet haben, haben alle Anwesenden tief beeindruckt. LH Daniel Fellner, LHStv Martin Gruber, LRi.n Beate Prettner und LR Peter Reichmann zeichneten die Lebensretterinnen und Lebensretter sowie mehrere ehrenamtlich tätige Personen mit Ehrenkreuzen und Ehrenzeichen sowie Lorbeeren – im Beisein des 2. Landtagspräsidenten Christoph Staudacher und Landesamtsdirektor-Stv. Markus Matschek – aus.

Herausragende Leistungen

„Immer wieder begrüßen wir Menschen hier im Spiegelsaal der Landesregierung, weil sie Herausragendes gleistet haben und ihr Engagement in den Dienst der Gesellschaft stellen. Diese Menschen kommen aus allen Lebensbereichen und Berufsgruppen. Und ich sehe in diesen Personen, die wir auszeichnen, denen wir offiziell unseren Dank aussprechen und die wir als Vorbilder sichtbar machen wollen, als das Gegenmittel gegen das, was derzeit in unserer Gesellschaft wächst: gegen den Egoismus“, sagte der Landeshauptmann bei der Begrüßung der zu Ehrenden und ihrer Freunde sowie Familienangehörigen. Was ihn besonders beeindruckt, sei, dass „die Selbstverständlichkeit“, gegenüber jenen, die helfen, retten, schützen, unterhalten, begeistern, Traditionen leben und vermitteln, Brauchtum leben lassen, ihre Freizeit anderen zur Verfügung stellen, „überhandnimmt“.

Öffentliches Dankeschön!

„Ein öffentliches Danke ist daher das Mindeste, was wir tun können. Feiern wie diese Menschen, diese Heldinnen und Helden! Die Urkunden und Ehrenzeichen sollen den offiziellen Dank des Landes und unsere Wertschätzung sichtbar machen, weil es eben nicht selbstverständlich ist, dass Menschen etwas über die Norm hinaus leisten, dass Menschen sich für andere in Gefahr bringen, um sie zu retten“, so Fellner.

Das Ehrenzeichen des Landes erhielt Rudolf Grünanger für seine jahrzehntelange Tätigkeit bei der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Klagenfurt-St. Veit-Rosental, für deren Weiterentwicklung und Modernisierung. In über 30 Jahren habe Grünanger aber nicht nur das Unternehmen selbst weiterentwickelt, sondern immer seine Verantwortung dem ländlichen Raum und der Bauernschaft gegenüber wahrgenommen, indem er immer die Nähe zu den Menschen suchte und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stand und damit die bäuerlichen Familien und ihre Existenzen unterstützte.

Ehrenkreuze für Lebensrettung wurden von Fellner, Gruber, Prettner und Reichmann an die Polizisten Lara Klug und Robert Gutzelnigg überreicht, die einer Person durch ihr beherztes, rasches Eingreifen in einer lebensbedrohlichen Lage sofort geholfen haben und ihr damit das Leben gerettet haben.

Einer „ganzen“ Familie, der Familie Krainer, wurde ebenfalls das Ehrenkreuz für Lebensrettung verliehen. Die Familie kam zu einem Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten, bei dem auch ein Auto Feuer fing. Die Krainers löschten mit allem, was sie selbst dabeihatten und haben die Verletzten, ohne an sich selbst zu denken und ohne zu zögern, aus der Gefahrenzone gebracht. Sie sind nicht, wie andere, einfach vorbeigefahren, sondern haben sofort geholfen.

Roman Pohovnikar, Badewart und Gemeindearbeiter in Krumpendorf, hat einen Schwimmer am Wörthersee gerettet, als dieser in einem sehr rasch heraufziehenden Unwetter selbst nicht mehr in der Lage war ans Ufer zurück zu schwimmen, weil ihn im unruhigen Wasser die Kraft verließ. Pohofnikar sprang in den See und rettete dem untergehenden Schwimmer das Leben.

Die Studentin Viktoria Starzacher hat bei einem Verkehrsunfall nicht nur die Rettungskette in Gang gesetzt, sondern auch die ÖBB alarmiert, als ein Fahrzeug durch einen Unfall auf den Schienen landete. Durch ihr rasches Handeln konnte der Zugverkehr eingestellt und damit eine weitere Tragödie verhindert werden.

Lebensretter geehrt

Cathrine Hinteregger, Sandro Noisternig und Lukas Weissensteiner von der Einsatzstelle Sattendorf am Ossiachersee erhielten das Ehrenkreuz für Lebensrettung, weil sie ein 8-jähriges Mädchen vor dem Ertrinkungstod gerettet haben. Das Kind ist im See untergegangen und durch das professionelle und vor allem rasche Vorgehen konnte es aus 8 Metern Tiefe gerettet werden. Die drei Lebensretter haben das Kind bis zum Eintreffen des Hubschraubers reanimiert. Nur dank dieses raschen Eingreifens konnte das Leben des Kindes gerettet werden. Mitgeholfen bei dieser Lebensrettung hat auch das gesamte Team rund um die drei Retter. Deshalb erhielten auch alle Team-Mitglieder die Ehrenurkunden für diese beherzte Rettungsaktion: Sarah Gamper, Angelika Grani-Weissensteiner, Verena Jäger, Elisa Klein, Kurt-Hermann Lakner, Tamy Moritz, Nico Noisternig, Adrian Pontasch, Birgit Pontasch, Kimi Pucher, Verena Stubinger, Ines Weihs, Markus Weihs, Helmut Weissensteiner, Markus Weissensteiner.

Helmut Weissensteiner

Den Lorbeer in Gold erhielt Helmut Weissensteiner. Er ist der Einsatzstellenleiter der Wasserrettung in Sattendorf und ist quasi Wasserretter „Zeit seines Lebens“. Er hat in seiner freiwilligen Arbeit die Wasserrettung modernisiert, hat sie zur leistungsstärksten Wasserrettungs-Einheit Kärntens ausgebaut und immer sein Wissen weitergegeben, was auch für den Katastrophenschutz in Kärnten essentiell war.

Raffael Kalt

Ein Lorbeer in Bronze für ehrenamtliches Engagement ging gestern auch an den ehem. Landeseinsatzleiter der Österr. Rettungshundebrigade, Raffael Kalt, der 2005 der Rettungshundebrigade beigetreten ist und sie seit 2015 als Leiter führt. Seine Verlässlichkeit, sein Wissen, sein Blick nach vorne und die Entwicklung des Blaulicht-SMS-Systems machen seine ehrenamtliche Tätigkeit wichtig für den Katastrophenschutz im Land.

Walter Pacher

Einen Lorbeer in Silber erhielt Walter Pacher, seit Jahrzehnten bei der Stadtkapelle Spittal als Musiker und Kassier, als gute Seele der gesamten Stadtkapelle, als Organisator von Auftritten, als Instandhalter des Probelokals und als der, der der gesamten Gemeinschaft der Stadtkappelle Halt gibt.
 

Bilder:

 
Alle Bider: LPD Kärnten/Wajand