Sommer im Gailtal
Die Veranstaltung nimmt Ingeborg Bachmanns Auseinandersetzung mit Grenzen, Sprache und der Sehnsucht nach Ferne in den Blick. Eine besondere Verbindung zum Gailtal entstand bereits in ihrer Kindheit und Jugend: Die Sommermonate verbrachte die spätere Schriftstellerin vielfach am großelterlichen Tobaihof in Obervellach bei Hermagor, wo ihr Vater eine „Zuhube“, also ein kleines Sommerhaus, besaß. Eng mit dem Gailtal verbunden ist auch Bachmanns frühes literarisches Schaffen – etwa die historische Novelle „Das Honditschkreuz“, die 1943 entstand, sowie Teile ihres „Kriegstagebuchs“ aus den Jahren 1944/45.
Ein Abend zwischen Literatur, Tanz und Musik
Eröffnung: Ingeborg Bachmann Raum / „Der Schönste Sommer meines Lebens“
Lesung: Sabine und Michael Kristof-Kranzelbinder aus Ingeborg Bachmann, Kriegstagebuch (Suhrkamp, 2010)
Tanz: Leonie Humitsch
Musik: Benny Omerzell
Wo Welten aufeinandertrafen
Das Gailtal war für Ingeborg Bachmann eine Region, in der deutsch-, slowenisch- und italienischsprachige Kulturen aufeinandertrafen. Auch in ihrem späteren Werk verwies sie auf die Bedeutung dieser Grenzregion. In ihrer Skizze „Biographisches“ bringt Bachmann ihre Entwicklung in Zusammenhang mit den „Geschichten von guten und bösen Geistern zweier und dreier Länder“. Die Enge des Tales und das damit verbundene „Bewußtsein der Grenze“ hätten ihr, so Bachmann, das „Fernweh eingetragen“. Diese Gedanken machen die besondere Bedeutung der Grenzregion für Bachmanns Leben und Werk deutlich und bilden zugleich einen inhaltlichen Bezugspunkt für den Abend im GailtalMuseum.
Zur Veranstaltung
Donnerstag, 17. September 2026, 18 Uhr
GailtalMuseum, Schloss Möderndorf, Hermagor
Eintritt frei
Der Förderverein des GailtalMuseums freut sich auf zahlreiche Besucher:innen








































