Jahrelang mehr gearbeitet – doch das Geld kam nie

Gailtal Journal zu bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen Aktivieren

Kärnten -

Was tun, wenn die geleistete Arbeit nicht finanziell anerkannt wird? Diese Frage stellte sich eine teilzeitbeschäftigte Service-Mitarbeiterin, die über Jahre hinweg regelmäßig mehr Stunden arbeitete als im Arbeitsvertrag vereinbart war, dafür aber nicht entlohnt wurde. Sie wandte sich an die Arbeiterkammer Kärnten und erhielt prompt eine Nachzahlung.

Eine teilzeitbeschäftigte Service-Mitarbeiterin erhielt für jahrelang geleistete Mehrstunden schließlich 2.100 Euro nachbezahlt

AK-Präsident Günther Goach: „Niemand darf unbezahlt arbeiten. Wir stehen unseren Mitgliedern kostenlos zur Seite, um ihre Rechte durchzusetzen!“

2.100 Euro nachbezahlt

Tag für Tag sprang sie ein, übernahm zusätzliche Schichten und häufte so Mehrstunden an, doch auf ihrem Gehaltszettel spiegelte sich dieser Einsatz nie wider. Die Arbeitszeiten wurden zwar im Betrieb korrekt erfasst, aber eine Vergütung der Mehrstunden samt gesetzlicher Zuschläge blieb jahrelang aus“, erklärt Wolfram Lechner, Referatsleiter Arbeitsrecht und Arbeitnehmer:innenschutz in der AK Kärnten, der die offenen Ansprüche berechnete und beim Arbeitgeber intervenierte. Die Service-Mitarbeiterin erhielt alle ausstehenden Mehrstunden samt Zuschlägen nachbezahlt, insgesamt 2.100 Euro.

AK rät zur Dokumentation

„Gerade in Branchen mit flexiblen Arbeitszeiten kommt es immer wieder vor, dass Mehrund Überstunden nicht korrekt abgegolten werden. Wir raten allen Beschäftigten, ihre Arbeitszeiten genau zu dokumentieren und sich bei Unklarheiten an die Arbeiterkammer zu wenden. Unser digitaler Zeitspeicher ist zudem ein gutes Dokumentationstool und kann als wertvolle Argumentationshilfe dienen“, betont Goach.