Nach Zug-Dachfahrt: Erster Tatverdächtiger ausgeforscht

Kärnten/ Steiermark -

Am Samstag, dem 18. Juli 2026 sorgte ein Vorfall am Bahnhof Kühnsdorf für einen Großeinsatz der Polizei und eine stundenlange Sperre des Koralmtunnels. Mehrere Jugendliche hatten sich auf das Dach eines bereits in Richtung Graz fahrenden Zuges begeben. Wir haben darüber berichtet. Nun konnte die Polizei einen ersten Tatverdächtigen ausforschen: Ein 19-jähriger Mann aus Wien steht im Verdacht, an dem Vorfall beteiligt gewesen zu sein.

Ein 19-jähriger Mann aus Wien wurde als erster Tatverdächtiger ausgeforscht

Großeinsatz

Nachdem die Anzeige bei der Polizei eingegangen war, wurde der Zug von der ÖBB im Koralmtunnel im Rahmen einer Nothaltestelle angehalten. Mitarbeiter der ÖBB konnten beobachten, wie sich zwei Jugendliche aus dem Tunnel in Richtung St. Paul im Lavanttal entfernten. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch eine weitere Person im Tunnel befand, wurde die Bahnstrecke um 19.25 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Der Tunnel wurde mithilfe der Videoüberwachung und durch Sicherheitspersonal der ÖBB abgesucht. Erst nach 22.00 Uhr konnte die Sperre aufgehoben und der Bahnverkehr wieder freigegeben werden.

Erster Tatverdächtiger ausgeforscht

Am 21. Juli konnte die Polizei aufgrund eines anonymen Hinweises und in enger Zusammenarbeit mit der ÖBB sowie deren hochauflösender Videoüberwachung einen der drei Tatverdächtigen ausforschen. Der 19-jährige Mann aus Wien wurde niederschriftlich einvernommen. Zudem konnten bereits mehrere Zeugen zu dem Vorfall befragt werden, heißt es in einer Aussendung.  

Ermittlungen laufen weiter

Der 19-Jährige steht im Verdacht, durch sein Verhalten einen Schaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro zum Nachteil der ÖBB verursacht und die körperliche Sicherheit mehrerer Personen gefährdet zu haben. Die Ermittlungen zu den beiden weiteren Tatverdächtigen laufen weiterhin. Nach Abschluss der Erhebungen werden die Beschuldigten der Staatsanwaltschaft Klagenfurt sowie der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg angezeigt. Dem 19-Jährigen sollen zudem die Kosten des gesamten Polizeieinsatzes verrechnet werden.