Plöckenpass: Gespräche über langfristige Lösung laufen weiter

Kötschach-Mauthen -

Der Plöckenpass bleibt weiterhin eines der wichtigsten Infrastrukturthemen für das Gailtal und Oberkärnten. Nach den Sperren und Einschränkungen der vergangenen Jahre wird weiter intensiv an einer dauerhaften Lösung gearbeitet.

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Zwei Varianten noch in Prüfung

Wie aus dem Büro von Straßenbaureferent LH-Stv. Martin Gruber mitgeteilt wurde, prüfte eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Kärnten und Friaul ursprünglich drei Varianten: einen Basistunnel, einen Scheiteltunnel sowie eine Alternativtrasse. Der Basistunnel wurde inzwischen ausgeschlossen. Aktuell werden noch zwei Möglichkeiten genauer untersucht: ein Scheiteltunnel sowie eine Alternativtrasse. Laut Fachgutachten gilt die Alternativtrasse als leichter realisierbar und finanzierbar. Die Region Friaul bevorzugt jedoch weiterhin einen Scheiteltunnel, sofern dieser finanzierbar ist. Mit vertiefenden Prüfungen wurde die italienische Straßenbaugesellschaft ANAS beauftragt.

Finanzierung als große Herausforderung

Die geschätzten Kosten liegen – je nach Variante – zwischen rund 100 und über 530 Millionen Euro. Klar sei laut Büro Gruber, dass eine Finanzierung nur gemeinsam mit Wien, Rom und möglicherweise auch Brüssel möglich wäre. LH-Stv. Gruber habe die Notwendigkeit einer nachhaltigen Lösung bereits mehrfach beim zuständigen Infrastrukturminister Peter Hanke deponiert. Insgesamt habe es bereits vier Gesprächstermine zwischen Gruber und Minister Hanke zum Thema Plöckenpass gegeben. Zudem fanden Gespräche in Rom sowie bei EU-Institutionen in Brüssel statt, um mögliche Förderungen auszuloten.

Diskussion in der Region bleibt groß

Auch in der Region wird weiterhin intensiv über die Zukunft des Plöckenpasses diskutiert. Viele sprechen sich für eine ganzjährig sichere Verbindung aus. Besonders rund um Kötschach-Mauthen wird immer wieder ein Scheiteltunnel gefordert.

Statement von LH-Stv. Martin Gruber

„Seit dem Felssturz habe ich wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt und nichts unversucht gelassen, um für eine sichere Plöckenpass-Verbindung zu kämpfen. Ich werde mich auch weiterhin auf allen Ebenen dafür einsetzen, weil ich weiß, wie wichtig das für die Region Oberkärnten ist.“