25. Juli: „Tag zur Prävention des Ertrinkens“ – Kinderärzte informieren im Parkbad Krumpendorf

Parkbad Krumpendorf -

Jedes Jahr erinnert der Internationale Tag zur Prävention des Ertrinkens am 25. Juli daran, dass Ertrinken weltweit zu den häufigsten unfallbedingten Todesursachen zählt, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Gerade in diesem Jahr musste bereits eine hohe Anzahl an im Wasser verunglückten Menschen beklagt werden. In manchen Fällen handelt es sich um ein Ereignis, das vermeidbar gewesen wäre – gerade deshalb ist dieser Gedenktag nicht nur ein Tag des Erinnerns, sondern auch ein Aufruf zum Handeln“, erklären Prim. Univ. Prof. Dr. Robert Birnbacher aus der Kinder- und Jugendabteilung im LKH Villach und Prim. PD Dr. Jörg Jahnel aus dem Klinikum Klagenfurt.

Mit praktischen Übungen vermitteln Kinderärztinnen und Kinderärzte wichtiges Wissen für den Ernstfall

Praktische Übungen mit Ärztinnen und Ärzten

Das Pädiatrische Kompetenzzentrum Kärnten – bestehend aus den Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee und im LKH Villachführt daher aus diesem Anlass im Parkbad Krumpendorf mit interessierten Besucherinnen und Besuchern des Bades ErsteHilfe-Übungen durch und vermittelt dabei nicht nur theoretisches Wissen, sondern schafft Sicherheit und Handlungskompetenz. In einer Notfallsituation bleibt kaum Zeit zum Nachdenken. Wer die einzelnen Schritte geübt hat, handelt schneller, ruhiger und effektiver“, so Oberärztin Dr. Andrea Lipp. Eine früh begonnene Wiederbelebung erhöht die Überlebenschancen erheblich und vermindert das Risiko bleibender neurologischer Schäden. Nach einer Rettung aus dem Wasser zählt nämlich jede Minute. Sauerstoffmangel kann bereits nach kurzer Zeit zu schweren Hirnschäden führen, deshalb ist es von großer Bedeutung, dass möglichst viele Menschen wissen, wie sie im Notfall richtig handeln: Hilfe alarmieren, Atmung kontrollieren und allenfalls mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

Lautloses, rasches Ertrinken

Ertrinken geschieht häufig lautlos und innerhalb weniger Minuten“, warnt Oberarzt Dr. Stefan Ring. Anders als bei anderen Unfällen rufen Betroffene meist nicht um Hilfe. Besonders gefährlich: Kleine Kinder können bereits in wenigen cm Wasser ertrinken, im Plantschbecken, im Gartenteich oder in der Badewanne. Aber selbst gute Schwimmer sind nicht vor Unfällen geschützt. Unterschiedliche Umgebungsbedingungen können auch sie in lebensbedrohliche Situationen bringen.

Darüber wollen die Ärztinnen und Ärzte am 25. Juli aufklären. Denn: Prävention beginnt lange bevor ein Unfall eintritt. Die wichtigste Schutzmaßnahme ist eine konsequente Aufsicht von Kindern am und im Wasser, das frühzeitige Erlernen von Schwimmen, das Tragen geeigneter Schwimmhilfen oder Rettungswesten und das Beachten von Warnhinweisen und Wetterbedingungen. Ebenso wichtig ist eine altersgerechte Gefahrenaufklärung von Kindern“, klären Birnbacher und Jahnel auf.

Wissen, das Leben rettet

Prävention beginnt mit Aufklärung, konsequenter Aufsicht und dem frühzeitigen Erlernen des Schwimmens“, betont auch Gesundheitslandesrätin Beate Prettner. „Mit der österreichweit einzigartigen Kärntner Schwimmoffensive, den kostenlosen Schwimmkursen, haben bereits rund 30.000 Kinder schwimmen gelernt. Das kann im Ernstfall Leben retten – ebenso wie das kostenlose Training aktuell im Parkbad. Es ist von unschätzbarem Wert, wenn möglichst viele Menschen wissen, wie sie im Notfall richtig Erste Hilfe leisten“, dankt sie dem engagierten Team des Kompetenzzentrums Pädiatrie. Der Internationale Tag zur Prävention des Ertrinkens erinnert uns daher an eine wichtige Botschaft: Jeder kann dazu beitragen, Leben zu retten“, so das Team des Pädiatrischen Kompetenzzentrum Kärntens.

„Ein paar Minuten lernen, ein Leben retten“ – Kostenloses Training und Information

Wann: 25. Juli 2026 10:00–12:00 Uhr und 13:00–15:00 Uhr
Wo: Parkbad Krumpendorf (Eingangsbereich)
Dauer einer Einheit: 15 Minuten