Willkommen daheim
Der Landeshauptmann begrüßte die neuen Staatsbürgerinnen und -bürger mit „Willkommen daheim“ und betonte: „Es ist ein besonderer Moment, eine Staatsbürgerschaft zu übergeben.“ Er erinnerte aber auch daran, dass die Staatsbürgerschaft nicht nur Rechte und den Schutz unserer liberalen Demokratie verleihe, sondern „sie verpflichtet auch, nach unserem Wertegerüst zu leben, unser gesellschaftliches und kulturelles Leben anzuerkennen und auch an demokratischen Prozessen teilzunehmen.“

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit
An einem Beispiel stellte Fellner klar: „Männer und Frauen sind bei uns gleichberechtigt, das ist zu akzeptieren und zu leben. Dafür haben andere vor uns gekämpft.“ Zum Thema Demokratie verwies der Landeshauptmann darauf, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Denn nur sieben Prozent der Weltbevölkerung würden in einer liberalen Demokratie leben, können also an Wahlen teilnehmen, frei ihre Meinung äußern und Kritik üben auch an der politischen Vertretung, können Medien frei berichten und kritisieren, agiere die Justiz unabhängig und bestehe ein hoher Schutzstatus.
„Daher muss jede und jeder etwas beitragen zum Erhalt dieser Demokratie, für die an anderen Orten Menschen noch mit ihrem Leben kämpfen müssen“, sagte Fellner. Der Landeshauptmann machte deutlich, dass Sozialbeiträge zu leisten seien, um beispielsweise Infrastruktur, die alle nutzen können, zu bauen bzw. zu erhalten, egal ob im Gesundheitswesen, für die Bildung oder im Pflegebereich, Straßen, Schienen oder Energie.
Der Weg zur Staatsbürgerschaft
Zu den 14 Kriterien, eine Österreichische Staatsbürgerschaft verliehen zu bekommen, gehören ein langjähriger rechtmäßiger Aufenthalt in Österreich (beispielweise 10 Jahre, davon mindestens 5 Jahre niedergelassen), ein gesicherter Lebensunterhalt, d. h. regelmäßige feste Einkünfte (nicht Sozialhilfe), entsprechende Deutschkenntnisse, Unbescholtenheit sowie das Bestehen des Staatsbürgerschaftstests. Diesen nimmt die Kärntner Verwaltungsakademie ab und er beinhaltet Wissen und Grundkenntnisse beispielsweise über die demokratische Ordnung und auch über die Kärntner und Österreichische Landesgeschichte.










































