Waldbrand Lesachtal: 2.200 Löscheinsätze und ein großes Danke

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Lesachtal/ Klagenfurt -

Der schwere Waldbrand im Lesachtal forderte Bezirkskrisenstab, Gemeinde und Einsatzkräfte im heurigen April und Mai 24 Tage lang. Feuerwehr, Bundesheer, Polizei kämpften – unterstützt von Rotem Kreuz und Bergrettung – auf 110 Hektar gegen die Flammen. Gerätschaften und Kräfte kamen auch aus anderen Bundesländern. Bis zum „Brand aus“ wurden insgesamt zehn Millionen Liter Wasser, auch unter Mithilfe von Landwirten, auf den Berg befördert. Wesentlich dabei waren die Löschflüge der Hubschrauber des Innenministeriums und des Bundesheeres.

LH Fellner zeichnete Team mit Ansteckabzeichen „Lesachtal 2026“ aus – „Was ihr leistet, ist keine Selbstverständlichkeit“

Gestern, Donnerstag, besuchte Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner die Flugeinsatzstelle (FEST) Klagenfurt. Er dankte dem Team um Chefinspektor Josef Samonig und zeichnete alle Mitglieder der Flugpolizei mit Ansteckabzeichen „Lesachtal 2026“ aus.

365 Tage im Jahr im Einsatz

„Danke, dass ihr 365 Tage im Jahr für uns da seid“, betonte Fellner. Er strich die unglaubliche Leistung der Flugpolizei bei der Waldbrandbekämpfung im Lesachtal hervor. „Dafür wollen wir euch als Land Kärnten ein sichtbares Zeichen des Dankes geben.“ In unserer heutigen Zeit werde nämlich von den Menschen vieles als Selbstverständlichkeit angesehen – „auch eure Arbeit, bei der ihr euch oft auch Gefahren aussetzt. Es ist aber keine Selbstverständlichkeit.“ Der Landeshauptmann strich zudem die professionelle und enge Partnerschaft zwischen Behörden und allen Einsatzorganisationen in Kärnten hervor. „Das ist etwas ganz Besonderes, auf das wir stolz sein können.“

Ehrung durch Landeshauptmann Ing. Daniel Fellner am Flughafen Klagenfurt (c) LPD Kärnten/Handler

Auf Augenhöhe im Einsatz

FEST-Leiter Samonig dankte für die vom Land Kärnten entgegengebrachte Wertschätzung. „Es ist eine super Partnerschaft mit dem Land. Auch mit allen Einsatzorganisationen besteht Freundschaft und Kameradschaft auf Augenhöhe.“ Dem schloss sich auch die für die Flugpolizei zuständige Abteilungsleiterin Ulrike Hutsteiner vom Innenministerium an: „Es ehrt uns, dass wir gesehen und geschätzt werden.“ Sie verwies auch darauf, dass Waldbrandeinsätze sehr herausfordernd sind.

v.l.n.r.: ChefInspektor Josef Samonig (Leiter der Flugeinsatzstelle Klagenfurt), Oberrätin Mag. Ulrike Hutsteiner (Leiterin der Abreilung II/DSE/4 Flugpolizei), Landeshauptmann Daniel Fellner, Oberst Martin Otahal BA MA (Referatsleiter Flugbetrieb) (c) LPD Kärnten/Handler

2.200 Einsätze – gegen die Flammen

Flugbetriebsleiter Oberst Martin Otahal vom Innenministerium war im Lesachtal selbst leitend und als Pilot dabei. „Oft waren bis zu sieben Hubschrauber in der Luft. Es waren teils schwere Windbedingungen, dazu die Rauchentwicklung. Es war herausfordernd für Personal und Maschinen. Da ist gutes Teamwork wichtig“, sagte er. 2.200 Löscheinsätze seien geflogen worden, dabei sei über eine Million Liter Wasser befördert worden. Otahal verwies auf die gute Zusammenarbeit zwischen Bund, Land, Bezirk, Gemeinde und allen Einsatzorganisationen. Auch die örtliche Bevölkerung habe die Kräfte vor allem kulinarisch unterstützt.

v.l.n.r.: Kontrollinspektor Ing. Klaus Jäger, Kontrollinspektor Michael Seebacher (c) LPD Kärnten/Handler