Mit der Koralmbahn nach Graz
Mit einem ÖBB-Railjet ging es über die neue Koralmbahn nach Graz. Am Hauptbahnhof wurden Landeshauptmann Daniel Fellner und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber von der steirischen Landesspitze, Landeshauptmann Mario Kunasek und Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom, sowie einem musikalischen Willkommensgruß eines Trios empfangen. Mit einer Sonderstraßenbahn der Graz Linien ging es anschließend zum Hauptplatz und weiter in die Grazer Burg. Dort standen insgesamt 24 Anträge zu unterschiedlichen Themen auf der Tagesordnung. Ziel der Steiermark-Kärnten-Konferenzen ist es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Bundesländern weiter zu vertiefen und einen gemeinsamen Zukunftsraum zu schaffen. Im Mittelpunkt der Beratungen, an denen die beiden Landesregierungen vollzählig sowie die Klubobleute der steirischen Regierungsparteien teilnahmen, standen die Wirtschafts-, Innovations- und Europaregion Südösterreich, Mobilität und Infrastruktur nach der Eröffnung der Koralmbahn, ein gemeinsamer Arbeits-, Bildungs- und Hochschulraum sowie Fragen rund um Sicherheit, Krisen- und Katastrophenschutz und den ländlichen Raum.

Gemeinsame Perspektiven im Medizin- und Gesundheitsbereich
Weitere Schwerpunkte waren die Sicherung einer leistungsfähigen Infrastruktur sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Erlebnisraums für Kultur, Sport und Tourismus. Ein konkretes Ergebnis der Konferenz ist eine gemeinsame Absichtserklärung der beiden Bundesländer, der Medizinischen Universität Graz und der Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft KABEG. Damit soll die Zusammenarbeit im Medizin- und Gesundheitsbereich weiter intensiviert werden – sowohl bei der Ausbildung als auch bei der medizinischen Versorgung.

Gemeinsame Stärke durch Zusammenarbeit
Landeshauptmann Daniel Fellner betonte die enge Verbundenheit von Kärnten und der Steiermark und hob hervor, dass die Koralmbahn die beiden Bundesländer noch näher zusammengebracht habe. Diese neue Nähe gelte es nun zu nutzen und die Zusammenarbeit strategisch weiter auszubauen. Im Mittelpunkt stünden dabei unter anderem ein gemeinsamer Katastrophenschutz, die Zusammenarbeit bei Ausrüstung und Schulungen sowie ein gemeinsamer Arbeits-, Bildungs- und Hochschulraum. Für die 13 Hochschulen der beiden Länder mit rund 82.000 Studierenden soll bis 2030 eine gemeinsame Hochschulstrategie erarbeitet werden. Auch Wirtschaft, Innovation, Forschung und die Europaregion Südösterreich waren Themen der Beratungen. Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber verwies auf bereits bestehende gemeinsame Initiativen wie den geplanten Auftritt von Kärnten und der Steiermark bei der Expo 2027 in Belgrad. Zugleich forderte er ein stärkeres gemeinsames Auftreten des Südens gegenüber dem Bund. Als konkrete Anliegen nannte er die Abschaffung der Flugabgabe sowie eine Valorisierung des zweckgebundenen Bundeszuschusses für die von den Ländern übernommenen Bundesstraßen. Die nächste Steiermark-Kärnten-Konferenz findet in Kärnten statt.










































