Im Rahmen der Begrüßung erklärte Christoph Zimper, seit nunmehr bereits 12 Jahren künstlerischer Leiter der Festival-Tage am Weißensee, das heurige Generalthema „Wurzeln und Blätter“. „Wir gestalten mit unserem viertägigen Programm ein Spannungsfeld zwischen Überlieferung und individueller künstlerischer Sprache. Das Thema „Wurzeln und Blätter“ steht zugleich für Herkunft und Wachstum und lädt dazu ein, die erfreulicherweise grenzenlose Musik als stets lebendigen Prozess zu begreifen.“
Eröffnung
Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin Michaela Oberlassnig, in Begleitung der Weißensee-Bürgermeisterin Karoline Turnschek, eröffnete das Festival offiziell und lobte in ihren Grußworten die professionellen sowie erfolgreichen Bemühungen des gesamten Organisations-Teams rund um die Familie Knaller, Gralhof.
Auftakt
Graln’s Tenn, seit Jahrhunderten ein unvergleichbar urig-rustikaler Kraftplatz, war am Eröffnungs-Abend, trotz vorangegangener Wetter-Kapriolen, bis auf den letzten Platz gefüllt. Die weiträumige Holz-Dachkonstruktion des Heustadels bietet auf zwei Ebenen ausreichend Sitzplätze; und mit etwas Geschick finden alle Konzertbesucher aus den verschiedensten Ecken zwischen dem tragenden Gebälk interessante Blicke auf die Bühne.
Das erfrischend junge Künstlerinnen-Duo RUUT aus Estland wurde bereits auf dem Weg zur Bühne vom Publikum mit reichlich motivierenden Vorschuss-Applaus begrüßt. Völlig zu Recht, wie sich sogleich bei den ersten Musik- und Gesangs-Takten herausstellte.
Als einziges Instrument für ihr etwa 90-minütiges Konzert teilten sich die beiden Musikerinnen Ann-Lisett Rebane und Katariina Kivi eine Kannel, ähnlich einer Zither, und entwickelten aus dieser radikalen Reduktion eine vielschichtige Klangsprache. Ihre Musik speiste sich aus uralten baltisch-finnischen Gesängen, wurde jedoch durch minimalistische Strukturen und unkonventionelle Spieltechniken in eine klare Gegenwart geholt. Überaus sympathisch verfeinert wurden die kurzen Pausen zwischen den einzelnen Programmpunkten durch verbale Informationen und Mini-Anekdoten der beiden sympathischen Musikerinnen aus dem Baltikum in englischer Sprache.

Standing Ovations
Immer wieder stürmender Szenen-Applaus sowie Standing Ovations am Ende des Programmes haben die beiden gar nicht kühlen Estninnen offensichtlich zu mehreren maßgeschneiderten Zugaben bewegt.
Festival-Programm
Das konkrete Programm für die noch verbleibenden Festival-Tage sind auf der Homepage www.weissenseeklassik.at ersichtlich.




























































