„Interdisziplinär – Interprofessionell – Innovativ“ – das Motto von Prof. Dr. J. Christoph Katthagen will der neue Abteilungsvorstand der Unfallchirurgie künftig auch im Klinikum Klagenfurt aktiv leben. „Einerseits hat das Fach der Unfallchirurgie eine sehr breite Schnittmenge mit anderen Abteilungen – unter anderem der Neurochirurgie, Anästhesie, der Allgemein- und Viszeralchirurgie oder der Plastischen Chirurgie. Andererseits tragen unzählige Berufsgruppen dazu bei, dass Patienten optimal versorgt und behandelt werden. Daher haben auch die gemeinsamen Aus-, Fort-, und Weiterbildungen eine tragende Rolle“, erklärt Katthagen und ergänzt: „Und natürlich sind Innovationen in der Medizin ganz entscheidend, um der Bevölkerung immer eine Behandlung auf dem aktuellen Stand der Forschung anbieten zu können.“
Internationale Ausbildung
Der gebürtige Deutsche aus dem Saarland absolvierte sein Medizinstudium in Göttingen. Seine weiteren Ausbildungen führten ihn nach Bern, Hannover aber auch in die USA. Mehr als zehn Jahre war Katthagen am Universitätsklinikum Münster tätig. Zuletzt zeichnete er dort als leitender Oberarzt an der Klinik für Unfall,- Hand-, und Wiederherstellungschirurgie verantwortlich.
„Nach Kärnten ins Klinikum Klagenfurt zu wechseln freut mich sehr. Ich möchte die Zukunft der Unfallchirurgie entscheidend prägen und die Abteilung nicht nur regional sonder auch über die Landes- und Bundesgrenzen hinweg für ihre Spitzenmedizin bekannt machen“, steckt sich der neue Abteilungsvorstand erste Ziele. Von großer Bedeutung sind für ihn in diesem Zusammenhang die Zusammenführung der Orthopädie und Traumatologie sowie die Kooperation mit der AUVA.
Schwerpunkte
Katthagens Schwerpunkte sind die Versorgung von Schwerstverletzten, die Versorgung von komplexen Gelenkverletzungen, die Schulter-, Ellebogen- und Beckenchirurgie oder auch die Revisionschirurgie. „Ich übernehme von Prof. Dr. Ernst Müller ein topausgebildetes Team. Mit diesem will ich die bisher schon ausgezeichnete Arbeit weiterführen und darauf aufbauen“, so Katthagen. Er möchte unter anderem Spezialteams für Gelenk- und Körperregionen, wie z.B. der Kniechirurgie, Handchirurgie, Schulterchirurgie oder auch Fuß- und Sprunggelenk etablieren.
Zusammenarbeit
Von großer Bedeutung ist zudem die Rolle des Klinikums als überregionales Traumazentrum. Im Rahmen des Traumanetzwerkes Kärnten soll es auch in Zukunft eine enge Zusammenarbeit mit anderen Spitälern, etwa den LKH Villach und Wolfsberg geben. „Aber auch die Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und ambulanten Einrichtungen sind mir ein wichtiges Anliegen, da wir nur gemeinsam Patientenpfade effizient gestalten können“, sagt Katthagen.
Versorgungsforschung
Noch stärker in die Behandlung eingebunden sollen aber auch die Patienten selbst werden. „Ich habe mich in den vergangenen Jahren intensiv mit der Versorgungsforschung beschäftigt“, berichtet Katthagen. Konkret geht es dabei darum, dass der Arzt, basierend auf individuellen Daten wie Geschlecht, Alter und Vorerkrankungen, die beste Behandlungsmöglichkeit für den Patienten findet. Katthagen: „Man kann erst nach einer eingehenden Analyse, in die der Patient eng eingebunden ist, entscheiden, ob etwa eine Operation oder ein konservatives Verfahren die optimalen Ergebnisse bringt. Mit dem geringsten Risiko aber dem größten Behandlungserfolg.“
Ausbildung junger Ärzte
Eine weitere wichtige Säule seiner Arbeit ist zudem die Ausbildung junger Ärztinnen und Ärzte. „Nur wenn wir hier erfolgreich sind, können wir unsere Patientinnen und Patienten auch in Zukunft bestmöglich versorgen“, stellt der neue Primarius klar. Ganz entscheidend ist die bereits bestehende Einrichtung von Ausbildungsoberärzten. „Dies will ich weiter vorantreiben und sicherstellen, dass sich junge Mediziner fachlich individuell weiterentwickeln können.“
Familie und Freizeit
Prim. Prof. Dr. J. Christoph Katthagen ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine Freizeit verbringt er am liebsten in der Natur, beim Wandern, Wassersport, Tennis oder Fußball.









































