Die vom Naturpark Dobratsch und Josef Götz organisierte Veranstaltung stand heuer ganz im Zeichen der Naturgefahren.
Vorreiter Naturpark Dobratsch – kein Mahnfeuer
Geschäftsführer Robert Heuberger berichtete, dass es richtig war bereits vor Jahren auf das traditionelle Mahnfeuer zu verzichten. Der Naturpark war hier Vorreiter. Nunmehr wird auch von der CIPRA, der Alpenschutzorganisation, auf das Abbrennen von Feuern verzichtet. Der Klimawandel, die Waldbrände in Kärnten und im Friaul und die vielen Hitzetoten zeigen, wie wichtig es ist die Alpen zu schützen und gemeinsam etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen.
DI Hannes Burger, Gebietsbauleiter Süd der Kärntner Wildbachverbauung berichtete von den zahlreichen Einsätzen in diesem Jahr, den Waldbränden im Lesachtal, dem Fehlen von Schutzwäldern und den steigenden Budgets für Hangsicherungen und Wildbachverbauungen. Für ihn als Praktiker sind nicht die Klimamodelle entscheidend, sondern das, was jährlich an Naturgefahren zu erleben ist.
Bürgermeister Christian Hecher berichtete, dass die Marktgemeinde Bad Bleiberg eine neue Initiative für „Sternenkinder“ plant. „Sterne schauen“ – eine Kooperation mit dem Verein Wandelstern, dabei geht es darum, Eltern die ein Kind verloren haben zu unterstützen und dem Thema Trauer und Sternenkinder einen sichtbaren und würdevollen Platz in unserer Gesellschaft zu geben. Dazu werden von den Naturpark Rangern in den nächsten Wochen kleine Tafeln auf den Sitzbänken am Gipfelweg angebracht. Auf diesen Tafeln sind Informationen zum Thema „Sternenkinder“ zu finden.
Josef Götz stellt zum Abschluss die „Mazze“ vor, eine mittelalterliche Form des Protestes bei dem ein Nagel in einen Wurzelstock eingeschlagen wird und das jeweilige Anliegen vorgebracht wird. Er forderte mehr Unterstützung für unsere Bauern ein, denn diese sind entscheidend für die Versorgung mit Lebensmitteln im eigenen Land.
Gemütlicher Ausklang
Zahlreiche Anwesenden schlugen ebenfalls einen Nagel ein und brachten ihr Anliegen vor. Bei einem gemütlichen Austausch und mit musikalischer Umrahmung endete diese „Alpenbewegung“.











































