Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Hermagor- Pressegger See:

Wichtige wirtschaftliche Impulse für die Stadtgemeinde beschlossen

Hermagor - Am Mittwoch, 6. November 2019 fand die Gemeinderatssitzung der Stadtgemeinde Hermagor Presseggersee statt. Insgesamt 29 Tagesordnungspunkte wurden bis in die Nachtstunden abgearbeitet. Vorwiegend einstimmige Beschlussfassungen der Mandatare um zwei Gewerbeparks sprechen für eine gute Zusammenarbeit.

Wichtige wirtschaftliche Impulse für die Stadtgemeinde beschlossen
Zu Beginn der Sitzung fand die Vorstellung des interkommunalen Gewerbeparks im Burger Moos und die interkommunale Zusammenarbeit für Gewerbebetriebe im Gail-, Gitsch- und Lesachtal statt. „Wir geben Impulse, bauen Stärken aus, mobilisieren Potenziale“, so lauteten die Eröffnungsworte von Bgm. Siegfried Ronacher und spiegelten die Gedanken wider.

Warum interkommunal?

Interkommunaler Gewerbepark deshalb, weil sich alle sieben Gemeinden des Bezirkes Hermagor, je nach Größenordnung, unterschiedlich finanziell beteiligen. In einer aktuellen Aussendung der ÖVP Hermagor wird darauf hingewiesen, dass der interkommunale Gewerbepark für das Gail-, Gitsch- und Lesachtal  immer eine Forderung der ÖVP (zuletzt auch bei der Landtagswahl 2018 am Programm) war, dass der gesamte Bezirk mit etwa 19.000 Einwohnern um Einiges kleiner als Bezirksstädte wie Wolfsberg ist und daher eine Zusammenarbeit unter den Gemeinden unbedingt erforderlich ist. Daher haben auch alle Gemeinden (Anm.: Die ÖVP stellt mit 3 von 7 Bgm. die Mehrheit) diesem Projekt zugestimmt. Hinsichtlich der konkreten Umsetzung gibt es laut Vizebgm. Astner dann aber noch etliche offene Fragen zu klären.

Gewerbezone Tröpolach beschlossen

Neben  dem wichtigen Beschluss zur Gründung der neuen GmbH zur Umsetzung von den interkommunalen Gewerbeparks in Kötschach- Mauthen sowie am Burger Moos mit einer Summe von 300.000 Euro auf 10 Jahre verteilt, der fast einstimmig ( mit nur einer Gegenstimme)  durch den Gemeinderat ging, wurde auf Initiative des Planungsreferenten Vbgm. Leopold Astner eine Umwidmung zur Schaffung einer Gewerbezone im Bereich des Fernheizwerkes Tröpolach beschlossen. Diese Gewerbezone stellt keine Konkurrenz zu einem Gewerbepark in Hermagor dar, sondern soll einen Standort für regionales Kleingewerbe im westlichen Gemeindebereich darstellen. Die Gewerbezone liegt außerhalb der Ortschaft, vermeidet so Nutzungskonflikte und ist auch sofort umsetzbar. Fünf heimische Betriebe haben dazu auch bereits einen Kaufvertrag unterfertigt und wollen in den nächsten Wochen mit dem Bau beginnen. Die Gesamtfläche inkl. des bestehenden Heizwerkes beträgt etwas über 2 Hektar. Die Aufnahme in den Wasserversorgungs- und Kanalisationsbereich konnte einstimmig beschlossen werden. Für den Kanalanschluss sowie die Errichtung der Versorgungsleitungen werden die Kosten für die Gemeinde Hermagor ca. 155.000.- Euro betragen. Bgm. Siegfried Ronacher, Gewerbereferentin StR. Christina Ball und der gesamte GR stehen hinter dem Projekt und freuen sich über  die neue Ansiedelung der Betriebe.

Zuständigkeit und Finanzierung

Für die Standorte Hermagor und Kötschach-Mauthen gibt es je einen  Standortverantwortlichen. Insgesamt investieren die Gemeinden rund eine Million Eigenmittel und zudem können zusätzlich in den ersten drei Jahren rund 0,6 Millionen Euro Förderungen lukriert werden. „Ab nächstem Jahr wird sich die Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See über 10 Jahre mit einem jährlichen Beitrag von 30.000,- Euro an der zu gründenden Projektentwicklungsgesellschaft beteiligen. Somit kann die eingehobene Kommunalsteuer für eine Weiterentwicklung in die Gesellschaft re-investiert werden und finanziert sich somit selbst,“ so Bürgermeister Siegfried Ronacher zufrieden.

Ankauf von 20 Sekundenliter Trinkwasser – Abschluss einer privatrechtlichen Vereinbarung.

Wasser ist unser wertvollstes Gut. So konnte bereits im Jahr 2017 mittels Bescheid der Kärntner Landesregierung eine wasserrechtliche Bewilligung zur Wasserentnahme aus dem Förolacher Stollen erteilt werden. Die Vereinbarung beinhaltet eine Erhöhung der Konsenswassermenge von 5 auf 20 Sekundenliter zur Abdeckung des derzeitigen Bedarfes und weitere 10 Sekundenliter als Reserve. Die Errichtung eines Hochbehälters mit dem Fassungsvermögen von 750 m³ wurde bereits ausgeschrieben und die Vergaben der Arbeiten beschlossen. Die abgeschlossene Vereinbarung mit der VVT Vermögensverwaltung GmbH hat ab nun Gültigkeit.