Erwischt beim Fahren ohne Vignette? Vorsicht vor neuer Betrugsmasche im Namen der ASFINAG

Österreich -

Aktuell warnt die ASFINAG vor einer neuen Phishing-Welle, bei der Kriminelle gefälschte E-Mails im Namen des Unternehmens versenden. Die Nachrichten wirken auf den ersten Blick offiziell und informieren über eine angebliche „Ersatzmaut“ wegen fehlender Vignette. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen Betrugsversuch mit dem Ziel, Kreditkartendaten und persönliche Informationen zu stehlen, wie Watchlist Internet informiert.

Watchlist Internet warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche

Phishing-Versuche im Zusammenhang mit der digitalen Vignette sind kein neues Phänomen. Immer wieder tauchen gefälschte Webseiten und Zahlungsportale auf. Neu ist jedoch, dass die Täter nun direkt per E-Mail Kontakt aufnehmen.

Neue Betrugsmasche im Namen der ASFINAG

In den aktuellen Fällen erhalten Betroffene eine Nachricht, in der behauptet wird, sie seien bei der Nutzung der Autobahn ohne gültige digitale Vignette erwischt worden. Zur „außergerichtlichen Klärung“ wird die Zahlung einer angeblichen Ersatzmaut angeboten.

Druck durch Drohungen 

Die E-Mail wirkt bewusst glaubwürdig und enthält einen Link zu einem gefälschten Zahlungsportal. Dort sollen Betroffene ihre Daten eingeben, um die vermeintliche Strafe zu begleichen. Zusätzlich wird mit einer Anzeige bei der Behörde und hohen Geldstrafen gedroht, falls keine Zahlung erfolgt. Gleichzeitig wird ein auffallend niedriger Betrag von rund 12,36 Euro genannt, der Opfer zum schnellen Handeln verleiten soll.

Diese drei Eingabemasken warten auf dem Fake-Portal (c) Screenshot Watchlist Internet

Woran sich die Fälschung erkennen lässt

Bei genauerer Betrachtung gibt es mehrere klare Hinweise auf einen Betrug:

  • Die ASFINAG versendet keine E-Mails über angebliche Vignettenverstöße
  • Eine Ersatzmaut wird nicht per Online-Portal, sondern direkt und auf anderem Weg abgewickelt
  • Die verwendete Internetadresse unterscheidet sich deutlich von der offiziellen Seite asfinag.at
  • Der Absendername wirkt offiziell, die tatsächliche E-Mail-Adresse hat jedoch keinen Bezug zur ASFINAG
  • Die angeblich geforderte Ersatzmaut ist deutlich niedriger als die tatsächlichen Beträge

Was Betroffene tun sollten

Wer bereits Daten eingegeben oder eine verdächtige E-Mail geöffnet hat, sollte schnell handeln:

  • Kreditkartenanbieter sofort kontaktieren und Karte gegebenenfalls sperren lassen
  • Kontobewegungen in den folgenden Tagen genau beobachten
  • Verdächtige Aktivitäten sofort melden
  • Beweise wie E-Mails oder Screenshots sichern
  • Anzeige bei der Polizei erstatten