LKH Villach trainiert den Ernstfall: Ebola-Verdacht in der Unfallaufnahme

LKH Villach -

Im LKH Villach wurde diese Woche eine Hochrisiko-Infektionsübung im Bereich der Unfallaufnahme durchgeführt. Trainiert wurde der Umgang mit einem Patienten, der mit Verdacht auf Ebola ins Krankenhaus kam.

Im LKH Villach wurde diese Woche eine Hochrisiko-Infektionsübung im Bereich der Unfallaufnahme durchgeführt

„Christoph“, kam am Mittwochvormittag selbständig ins LKH Villach. Mit hohem Fieber, Kopfschmerzen, Husten inklusive blutigen Auswurf und einer blutenden Wunde an der Stirn, die er sich durch einen Sturz zugezogen hat.

Übungsszenario am LKH Villach

Im Verlauf der Erstversorgung ergaben sich Hinweise auf einen Aufenthalt in der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika, wo der 35-Jährige in einem Dschungelkrankenhaus als Volunteer tätig gewesen war, indem auch Ebola-Patienten behandelt wurden. „Ab diesem Zeitpunkt mussten wir von einer hochkontagiösen Infektion ausgehen“, erklärt Übungsleiter DGKP Johannes Engl. Sofort wurden die vorgesehenen Schutz- und Alarmmaßnahmen aktiviert. Der betroffene Bereich wurde abgesperrt, die Versorgung unterbrochen und das unmittelbare Umfeld geräumt. Obwohl es für einen unbeteiligten Beobachter dramatische Szenen sein mussten, handelte es sich dieses Mal nur um eine Übung.

Verlegung nach Hochrisiko-Alarmplan

Gemäß den geltenden Vorschriften im „Alarm und Einsatzplan für Hochrisikoinfektionen“ erfolgte ab nun die weitere Versorgung und Verlegung des Patienten ins Klinikum Favoriten nach Wien in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Österreich und spezialisierten Transportstrukturen.Geübt wurden insbesondere die strukturierte Alarmierung, die Kommunikation entlang der Einsatzkette sowie der sichere Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung“, sagt Engl. Die Übung wurde von Vertretern der Landessanitätsdirektion Kärnten sowie des Roten Kreuzes begleitet und ausgewertet und konnte nach etwa zwei Stunden erfolgreichabgeschlossen werden.

Training im Klinikum

In den Krankenhäusern der KABEG werden regelmäßig Szenarien trainiert, um auf seltene, aber potenziell hochkritische Situationen vorbereitet zu sein. So wird in der kommenden Woche auch im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee eine Übung zum Thema „Massenanfall von Verletzten (MANV)“ durchgeführt.

Trainiert wurde der Umgang mit einem Patienten, der mit Verdacht auf Ebola ins Krankenhaus kam (c) KABEG