Sonnenstrom vom eigenen Dach
Auf geeigneten Dachflächen errichtet die ÖGK österreichweit Photovoltaikanlagen. Nach Abschluss der zweiten großen Ausbauphase betreibt die Gesundheitskasse 50 PV-Anlagen. Die jährliche PV-Produktion steigt damit auf rund 2,7 Gigawattstunden und deckt etwa 17 Prozent des Strombedarfs der Verwaltungsflächen der ÖGK. Den darüber hinaus benötigten Strom bezieht die ÖGK seit 2025 als Grünen Strom, der mit dem Österreichischen Umweltzeichen „UZ46“ zertifiziert ist. Damit stammt auch der zugekaufte Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern. Nach Angaben der ÖGK werden dadurch im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt rund 6.000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermieden. Das entspricht ungefähr jener Menge, die rund 460 Hektar Wald jährlich aus der Atmosphäre aufnehmen und speichern können.
Raus aus Öl und Gas
Auch bei der Wärmeversorgung verfolgt die ÖGK einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Seit 2021 wurden 13 Standorte auf Nah- beziehungsweise Fernwärme umgestellt, weitere Umstellungen befinden sich in Planung oder bereits in Umsetzung. Durch die bisher durchgeführten Heizungsumstellungen werden gegenüber der früheren fossilen Versorgung jährlich rund 550 Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden. Das entspricht laut ÖGK jener Menge, die eine Waldfläche von rund 40 Hektar pro Jahr aus der Atmosphäre aufnehmen kann. Bereits heute werden rund 75 Prozent der ÖGK-Standorte mit erneuerbarer beziehungsweise nachhaltiger Heizenergie versorgt. Gemeinsam mit dem Ausbau der Photovoltaik und dem Bezug von zertifiziertem Grünem Strom soll damit die Energieversorgung der ÖGK langfristig nachhaltiger gestaltet werden.
Klimafitte Gebäude und Hitzeschutz
Auch bei Neubauten und Sanierungen sollen Klimaschutz und Hitzeschutz von Beginn an mitgedacht werden. Einheitliche Baustandards berücksichtigen unter anderem Kühlmöglichkeiten, Beschattung und energieeffiziente Haustechnik. Ergänzend setzt die ÖGK auf LED-Beleuchtung, Dach- und Fassadenbegrünungen, Entsiegelung sowie Baumpflanzungen. Dadurch sollen Energie eingespart, die Biodiversität gefördert und das Mikroklima verbessert werden. Beim Hitzeschutz setzt die ÖGK auf Vorsorge, saisonale Vorbereitung und konkrete Maßnahmen während akuter Hitzewellen. Dazu zählen die regelmäßige Wartung und Überprüfung von Klimatisierungs- und Sonnenschutzanlagen, organisatorische Maßnahmen sowie die gezielte Information der Mitarbeitenden. „Hitzeschutz beginnt für uns lange bevor das Thermometer 35 Grad erreicht. Wir betrachten unsere Standorte ganzheitlich – von der Energieversorgung über die Gebäude bis zu den Außenflächen“, erklärt Stefanie Kern, Leiterin des Fachbereichs Bau, Facility Management und Beschaffung. Photovoltaik, der schrittweise Ausstieg aus Öl und Gas, Beschattung oder Entsiegelung seien dabei keine Einzelmaßnahmen, sondern Teil eines gemeinsamen Weges, die ÖGK nachhaltiger und gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.
Energieverbrauch soll weiter sinken
Mit ihrer Energie- und Umweltpolitik verfolgt die ÖGK ein klares Ziel: Bis 2040 soll der Energieverbrauch gegenüber 2021 um zehn Prozent sinken. Zusätzlich arbeitet die Gesundheitskasse an der Einführung von Umwelt- und Energiemanagementsystemen nach internationalen Standards. Damit sollen Verbesserungen systematisch vorangetrieben und langfristig in der Organisation verankert werden.










































