Am Nassfeld herrschte sommerlicher Hochbetrieb. Die Strandbäder rund um den See waren bestens gefüllt. Und doch liefen schon mitten in der Hitzewelle im August die ersten Bilder für den kommenden Winter an. Was auf den ersten Blick verfrüht wirkt, folgt einer klaren Überlegung: Die Entscheidung für einen Winterurlaub fällt selten im letzten Moment, sondern reift oft schon Monate vorher. Wenn Familien Zeit miteinander verbringen oder ein Foto in den sozialen Medien den richtigen Impuls für den nächsten Skiurlaub setzt.

Bekanntheit first. Buchung später.
„Der Klick auf den Buchungsbutton zeigt nur, wann eine Entscheidung abgeschlossen wurde. Er zeigt nicht, wie und wo sie entstanden ist”, sagt Roland Sint, Geschäftsführer der NLW Tourismus Marketing GmbH. Die primäre Aufgabe der frühen Winterbilder war es daher, aufzufallen und im Gedächtnis zu bleiben. Erst im Herbst, wenn Reisetermine feststehen, rücken konkrete Angebote und die Sichtbarkeit der einzelnen Betriebe in den Vordergrund. Ab November entscheiden dann Schneelage, Wetter, freie Zimmer und kurzfristige Angebote. Für die NLW ist der frühe Start auch eine Frage des gezielten Mitteleinsatzes. Suchanzeigen und Buchungskampagnen im Herbst und Winter sollen nicht bei null beginnen, sondern an bereits gewecktes Interesse anknüpfen.
13 Millionen Euro für neue 6er-Sesselbahn
Dass hinter der frühen Werbung mehr steckt als eine Kampagne, zeigt ein Blick auf die Tressdorfer Alm: Dort baut die Bergbahnen Nassfeld Pramollo AG um 13 Millionen Euro eine neue kuppelbare 6er-Sesselbahn, größtenteils mit Kärntner Firmen. Ab Dezember ersetzt sie drei bestehende Schlepplifte. Nach der Trögl- und Gartnerkofelbahn ist das bereits die dritte große Seilbahn-Investition in Folge.










































