Historische Ulanen-Skulptur findet neue Heimat in Mauthen

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Wien/ Mauthen -

Ein Stück Geschichte hat im Bergsteigerdorf Mauthen einen neuen Platz gefunden: Die eindrucksvolle Skulptur eines Ulanen auf einem gekrümmten Säbel, die jahrzehntelang vor dem Heeresgeschichtlichen Museum in Wien zu sehen war, steht nun in Mauthen. Mit Blick auf den Soldatenfriedhof erhält die historische Figur einen besonderen Standort, der Vergangenheit und Erinnerung miteinander verbindet.

Die Ulanen-Skulptur hat gegenüber dem Soldatenfriedhof in Mauthen einen neuen Platz gefunden

Geschaffen wurde die Skulptur um 1914/15 vom österreichischen Bildhauer Arthur Kaan (1864–1940), der aus Klagenfurt stammte. Die bekannte Bronzefigur ist eine Nachbildung seines Werks. Kaan fertigte die Figur während des Ersten Weltkriegs an.

Die Ulanen und ihre Tradition

Die Ulanen waren ursprünglich mit Lanzen bewaffnete Reitersoldaten und spielten auch in der k.u.k. Monarchie eine bedeutende Rolle. Sie galten als Sinnbild für Mut, Beweglichkeit und militärische Tradition. Ihre auffälligen Uniformen und die charakteristische Kopfbedeckung, die sogenannte Tschapka, machten sie zu einer markanten Erscheinung innerhalb der Kavallerie. Der gekrümmte Säbel der Skulptur erinnert an eine Zeit, in der Pferd und Reiter das Bild der europäischen Schlachtfelder prägten. Hinter den militärischen Traditionen und repräsentativen Uniformen standen jedoch auch unzählige menschliche Schicksale, die von Krieg und Gewalt geprägt wurden.

Das Gesicht des Ulanen mit seiner charakteristischen Kopfbedeckung, der Tschapka (c) Leo Ortner

Ein neuer Standort mit besonderer Bedeutung

Gerade der neue Platz gegenüber dem Soldatenfriedhof verleiht der Skulptur eine zusätzliche historische Dimension. Hier wird sie zu einem sichtbaren Zeichen der Vergangenheit und verbindet militärgeschichtliche Tradition mit dem Gedenken an die Opfer der Kriege. Die Skulptur hat zwar ihren Standort gewechselt, ihre Geschichte bleibt jedoch erhalten – und erhält in Mauthen eine neue Perspektive.

(c) Leo Ortner