Aufgrund der gefährlichen Lage und der komplexen Koordination stehen die Einsatzorganisationen unter besonderer Belastung. Die Löscharbeiten mussten in der Nacht aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden, wurden am Vormittag jedoch massiv ausgeweitet.

Über 200 Einsatzkräfte im Großeinsatz
Aktuell kämpfen rund 210 Feuerwehrleute aus 23 Feuerwehren aus Kärnten und Osttirol gemeinsam mit dem Bundesheer gegen die Flammen. Unterstützt werden sie von fünf Hubschraubern sowie Flughelfern, die den kombinierten Luft- und Bodeneinsatz koordinieren.
Die Strategie der Einsatzleitung liegt derzeit darauf, den Brand einzudämmen und anschließend gezielt Glutnester zu bekämpfen.

Auf 60 bis 70 Hektar ausgebreitet
Der Bürgermeister der Gemeinde Lesachtal, Bernhard Knotz, bestätigt das große Ausmaß des Einsatzes. „Die Fläche hat sich auf 60 bis 70 Hektar ausgebreitet – es ist sehr fordernd, aber wir versuchen unser Bestes“, so Knotz. Durch die aktuelle Windrichtung sei das Feuer glücklicherweise von den Ortschaften weggetrieben worden. „Es ist derzeit keine Gefährdung für die Bevölkerung zu erwarten“, betont der Bürgermeister, weist aber gleichzeitig auf den großen Schaden für Wald und Natur hin.
Enger Schulterschluss der Einsatzkräfte
„Wir stehen seitens des Landes Kärnten mit dem Bezirkskrisenstab, dem Landesfeuerwehrkommando und dem Katastrophenschutz in laufendem, engem Austausch. Angesichts der aktuellen Lage zeigt sich, wie gut unsere Einsatzorganisationen zusammenarbeiten“, erklärt Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner.
Auch er spricht den Einsatzkräften seinen Dank aus: „Die eingesetzten Kräfte leisten hervorragende Arbeit und genießen unser vollstes Vertrauen. Ich wünsche allen Beteiligten viel Ausdauer und Kraft.“
Schwierige Bedingungen vor Ort
Das steile Gelände, starker Wind und schwer zugängliche Bereiche erschweren die Löscharbeiten erheblich. In der Nacht musste der Einsatz aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden.
Verkehr und Versorgung eingeschränkt
Die Gailtalstraße (B111) ist zwischen St. Lorenzen und Maria Luggau gesperrt, da herabfallende Steine und brennende Teile die Straße gefährden. Eine Umfahrung ist derzeit nur großräumig über Osttirol möglich. Zusätzlich wird eine Notwasserversorgung für die Bevölkerung eingerichtet. Die nächste Ortschaft gilt aktuell nicht als gefährdet.
Auch am kommenden Tag sollen wieder Hubschrauber im Einsatz stehen, um die Bodenkräfte weiter zu unterstützen.









































